Harzer Heimatgeschichte Radikale Lösung: Warum der preußische König einst einen Graben in Benneckenstein anlegen ließ
Oberförster Bünting aus Benneckenstein nahm im Jahr 1736 seine Aufgaben besonders ernst: Um Grenzverletzungen, begangen von einfachen Bürgern, zu unterbinden, schlug er dem damaligen König Friedrich Wilhelm I. eine ganz besondere Lösung des Problems vor.

Benneckenstein. - Die Benneckensteiner waren im Jahr 1736 noch Diener zweier Herren. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. hatte in dem Harzer Flecken zu zwei Drittel das Sagen, während die restliche Regierungsgewalt immer noch dem alteingesessenen Schwarzburg-Rudolstädter Grafenhaus zufiel. In fünf Jahren erst würde Preußens glorreicher Thronfolger Friedrich II. die Besitzverhältnisse klären, den Rest Benneckensteins aufkaufen und das Ganze samt Hüttenwerk Sorge/Voigtsfelde zur „Königlich Preußischen Stadt“ erheben. Mit dem preußischen Forst- und Waldeigentumsrecht hatte es aber eine eigene Bewandtnis.