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Bohlekegeln Sieg hängt am seidenen Faden

Spannung pur gab es beim Bohlekegeln (2. Bundesliga) im Duell zwischen dem SV Binde und dem SVL Seedorf. Neun Holz machten den Unterschied.

Von Thomas Koepke 25.01.2016, 04:00

Arendsee/Seedorf l Den erwarteten - oder besser gesagt erhofften - Ausgang nahm das vergangene Punktspielwochenende für die Bundesliga-Kegler des SV Binde. Nach der deutlichen Niederlage am Sonnabend, gab es gestern die Revanche und den 2:1-Heimerfolg gegen Ligakrösus SVL Seedorf.Während die Binder vorgestern quasi chancenlos waren und in Seedorf mit 5262:5387 (0:3/23:55) verloren, ging es gestern in Arendsee schon etwas spannender zu. Diesmal hatten jedoch die Binder mit 5358:5349 (2:1/42:36) die Nase vorn und erreichten damit das angepeilte Ziel.

SVL Seedorf - SV Binde. Schon im Vorfeld rechnete Bindes Teamleiter Alf Schernikau mit einer klaren Niederlage in Seedorf. Das Erwartete trat dann auch ein. Für die Altmärker gingen diesmal Schernikau selbst und Jochen Neubauer zu Beginn auf die Bahn und nahmen den Kampf auf. Schernikau ließ 872 Holz ins Protokoll einschreiben, während Neubauer sogar noch etwas besser war und auf starke 880 kam. Die Gastgeber jedoch konterten mit 900 und 896 Holz und waren damit schon klar in Front. Im Mittelblock kegelten Stefan Dombrowski (876) und Lutz Krüger (877) solide, konnten den Abstand aber nicht verkürzen. Zwar schwächelte der Gastgeber durch Johnke (879) etwas, aber in Gefahr sollte er nicht mehr geraten - auch nicht nach dem Schlusspaar. Carlo und Burkhard Thiede ließen zwar noch einmal 871 und 886 Holz folgen, aber auf der anderen Seite machte der SVL nun endgültig alles klar.

SV Binde: Schernikau (872), Neubauer (880), Dombrowski (876), Krüger (877), B. Thiede (871), C. Thiede (886).

SV Binde - SVL Seedorf. Alles andere als optimal - aber dafür auch höllisch spannend - verlief der gestrige Wettkampf. Burkhard Thiede schrie nach 90 Wurf ein lautes „das ist doch zum K…....“ heraus und Lutz Krüger ließ sich nach nur sieben Wurf bei zwölf Holz unter Schnitt auswechseln. Kurzum: es war ein Tag zum Vergessen - zumindest für die genannten Akteure. Gut jedoch war, dass es im Endeffekt doch noch zum knappen 2:1 reichen sollte. Gut zurecht kam dagegen gleich zu Beginn Jochen Neubauer, der zwischenzeitlich sogar auf Kurs 75 Gute lag. Am Ende ließ er zwar etwas nach, ließ aber dennoch starke 904 Holz ins Protokoll eintragen.

Thiede dagegen kam nur auf für ihn unterirdische 871. Immer wieder waren seine Serien mit Sechsen und sogar Fünfen durchzogen. Kurzum: ihm gelang so gut wie nichts. Danach startete Krüger gleich im ersten Wurf mit einer 3 und ließ eine 6 folgen. Nach fünf weiteren Versuchen war, wie bereits erwähnt, Schluss. Wolfgang Behrens sprang nach nur zwei Kniebeugen Erwärmung ein und versuchte noch, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Ihm gelangen immerhin noch 879 Holz, wobei er bereits nach 33 Versuchen aus den Miesen kam. Nebenan kam Carlo Thiede zunächst auch nicht recht in Gange (Thiede: „Irgendwie komme ich auf der Vier zurzeit nicht so richtig klar, von daher kann ich schon zufrieden sein“), finishte jedoch mit starken 905 Holz. Da die Gäste aber von Beginn an wie erwartet Schritt halten konnten, gingen die Binder mit nur 19 Holz Vorsprung in die Schlussdurchgänge.

So hing also alles am Schlusspaar. „Wir haben jetzt natürlich mächtig Druck“, sagte Stefan Dombrowski vor seinen 120 Wurf. Damit schloss er natürlich auch den angeschlagenen Teamleiter Alf Schernikau mit ein, der sich immer noch mit Rückenproblemen herumplagte. Doch Schernikau und er sorgten schlussendlich für 907 (Tagesbestwert) und 892 Holz und brachten das 2:1 unter Dach und Fach.

Allerdings waren die Seedorfer, die mit Jannasch (904) und Wilke (905) noch einmal ordentlich angriffen, vor den letzten zehn Wurf sogar bis auf 4 Holz herangerückt. Die Nervenstärke von Schernikau und die Steigerung von Dombrowski mit den letzten 15 Wurf sorgten aber für den knappen Heimerfolg mit nur 9 Holz Vorsprung. „So eng war es noch nie“, bekräftigte Schernikau.

SV Binde: Neubauer (904), B. Thiede (871), Krüger/Behrens (879), C. Thiede (905), Dombrowski (892), Schernikau (907).