Gebrauchtwagen-Check Kultig und manchmal kritisiert - Der Fiat Panda beim TÜV
Der italienische Kleinwagen ist längst ein Klassiker, der seine Fans hat. Was Sie wissen sollten: Er hat auch einige Baustellen, wie sein Abschneiden bei der Kfz- Hauptuntersuchung (HU) offenbart.
28.03.2025, 00:05

Berlin - Das Urteil könnte kaum deutlicher ausfallen: „Die Zahl der Exemplare mit erheblichen Mängeln toppt die Quote in fast allen Jahrgängen“, befindet der „Auto Bild TÜV-Report 2025“. Heißt: Der Fiat Panda schneidet bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) sehr oft schlechter als der Klassendurchschnitt ab.
Weil der Wagen aber viel Nutzwert bietet, ist er auch als Gebrauchter trotzdem beliebt. Bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird, sollte man Modelle auf typische Macken hin abchecken.
- Modellhistorie: Die betrachtete dritte Modellgeneration (Typ 312) ist seit 2012 im Verkauf und wurde zum Modelljahr 2021 geliftet. Änderungen:
- Karosserie und Varianten: Der Panda des 312 ist ein Fünftürer. Wahlweise gibt es ihn mit robusterem Look mit seitlicher Beplankung. Auch als Allradler fährt der Kleinwagen durch die Gegend. Die Motorenauswahl ist durch LGP- und CNG-Versionen ergänzt (Autogas bzw. Erdgas). Benziner gibt es auch als Mildhybrid.
- Abmessungen (laut ADAC): 3,65 m bis 3,71 m x 1,64 m bis 1,67 m x 1,55 m bis 1,64 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 225 l bis 870 l.
- Stärken: Umklappbare Rückbank und übersichtliche Karosserie – der Panda hat praktische Vorzüge. Bei der HU ist Lob jedoch rar und bezieht sich zum Beispiel auf die Abgasanlagen, die immerhin zum ersten Pflicht-Check nach drei Jahren laut Report „top“ sind.
- Schwächen: Schon beim ersten Tüv-Termin hagelt es jedoch auch Kritik: Achsaufhängungen sowie Federn und Dämpfer erweisen sich als wenig haltbar. Die Funktion der Fußbremse lässt zu wünschen übrig.
- Pannenverhalten: Erfreuliches von der Straße: Exemplare mit Erstzulassung bis 2020 zeigen „gute Zuverlässigkeit“ - mit Ausnahme der Jahrgänge 2016 und 2017, die ins Mittelfeld abrutschen.
- Jüngere Pandas kommen in der ADAC-Pannenstatistik nicht vor, da ihr Bestand zu klein ist. Als einzigen Pannenschwerpunkt nennt der Club die
- Motoren: Benziner (Zwei-, Drei- und Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 51 kW/69 PS bis 66 kW/90 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 55 kW/75 PS und 70 kW/95 PS; Erdgas (Zweizylinder, Frontantrieb): 52 kW/70 PS und 59 kW/80 PS; Autogas (Vierzylinder, Frontantrieb): 51 kW/69 PS.
Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:
- Panda 0.9 TwinAir 4x4 (6/2013); 63 kW/85 PS (Zweizylinder); 124.000 Kilometer; 6.576 Euro.
- Panda 1.2 8V (6/2015); 51 kW/69 PS (Vierzylinder); 106.000 Kilometer; 4.204 Euro.
- Panda Trekking 1.3 Multijet 16V (6/2014); 55 kW/75 PS (Vierzylinder); 140.000 Kilometer; 4.467 Euro.