1. Startseite
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Burg
  6. >
  7. Nedlitz: Drei Tage 1060-jähriges Dorf-Jubiläum gefeiert

Nedlitz Drei Tage 1060-jähriges Dorf-Jubiläum gefeiert

Ein dreitägiges Dorffest erlebt man nicht alle Tage. Zum 1060-jährigen Dorf- Jubiläum wird in Nedlitz der Kirchplatz zum Dorf- und Partymittelpunkt. Was alles los war.

Von Thomas Schäfer 10.07.2023, 07:00
Nedlitz feierte drei Tage lang ein großes Dorffest zum 1060-jährigen Bestehen. Das ganze Dorf schien sich rund um die Kirche zu versammeln. Es gab zig Angebote, die zum Spaßhaben, Informieren und Verweilen einluden. Bei den Auftritten der Kitakinder, der Band „Fertch“, des Tanzclubs „Vilando“, einer Modenschau und zur Sommernachtsparty im großen Festzelt war kaum noch ein Platz zu bekommen.
Nedlitz feierte drei Tage lang ein großes Dorffest zum 1060-jährigen Bestehen. Das ganze Dorf schien sich rund um die Kirche zu versammeln. Es gab zig Angebote, die zum Spaßhaben, Informieren und Verweilen einluden. Bei den Auftritten der Kitakinder, der Band „Fertch“, des Tanzclubs „Vilando“, einer Modenschau und zur Sommernachtsparty im großen Festzelt war kaum noch ein Platz zu bekommen. Foto: Schäfer

Nedlitz - Hand in Hand, die Arme auf den Schultern der anderen und eng beisammen standen die Nedlitzer am Sonnabendmorgen im Festzelt an der Kirche. Es war als symbolische Geste gedacht, doch zeigte genau das, was Nedlitz und seine Einwohner so auszeichnet.

„Als Zeichen der Verbundenheit bitte ich Sie, die Hand auf die Schulter von jenen, die links und rechts von Ihnen sitzen oder stehen, zu legen“, bat Pfarrerin Henrike Kant im Rahmen der offiziellen Eröffnung am Sonnabendmorgen. Es wurde ein kurzer Moment des Innehaltens, des Miteinanders, der Stille und auch des Nachdenkens, was man als Dorf erreicht hat. Vor allem auch in den Jahrzehnten nach der Wende.

Bei der Vorführung der Kinder- und Jugendfeuerwehr behinderten Klimakleber  den Einsatz der jungen Feuerwehrleute.
Bei der Vorführung der Kinder- und Jugendfeuerwehr behinderten Klimakleber den Einsatz der jungen Feuerwehrleute.
Foto: Thomas Schäfer

Zuvor hatte Ortsbürgermeisterin Christine Becker eine durchaus emotionale Rede gehalten, die all das hervorhob, was Nedlitz so stark macht. Kurzum: Die Einwohner können stolz auf ihr Dorf und das Erreichte sein. Und das wurde ausgiebig gefeiert.

Schon am Freitagabend war schnell klar, wohin die Reise des dreitägigen Dorffestes gehen würde. Kaum waren die ersten Klänge der Irish-Folk-Band „Fertch“ im proppevollen Festzelt erklungen, wurde mitgeklatscht, geschunkelt, getanzt und gesungen. Ein gelungener Auftakt.

Am Sonnabend schien dann tatsächlich jeder der 665 Einwohner zumindest einmal am Kirchplatz vorbeizuschauen. Das Kommen lohnte.

Werner Meyer im sexy Outfit der 1920er Jahre: Die Orts-Chronisten zeigten eine amüsante Retrospektive der Nedlitzer Mode.
Werner Meyer im sexy Outfit der 1920er Jahre: Die Orts-Chronisten zeigten eine amüsante Retrospektive der Nedlitzer Mode.
Foto: Th. Schäfer

Rund um die Kirche gab es jede Menge Angebote, um sich den ganzen Tag über problemlos zu beschäftigen, Spaß zu haben und sich und das Dorf zu feiern: diverse Spiele wie „Hau den Lukas“, ein Riesen-Darts mit über zwei Metern Durchmesser, ein überdimensionales Ringewerfen, Polizei und Verkehrswacht waren mit Informationsständen vor Ort, es gab einige Verkaufsbuden - erstmalig waren auch die Nedlitzer Tassen zu kriegen - die historischen 1813-Truppen präsentierten sich und vieles mehr.

Das Showprogramm lief derweil über den Tag verteilt im Festzelt. Hier war jedes Mal rechtzeitiges Plätzesichern angesagt. Rappelvoll trifft es nur im Ansatz. Zu sehen gab es Auftritte der Gänseblümchen-Kitakinder, des Tanzclubs „Vilando“ und auch eine heitere Modenschau der Nedlitzer Mode vergangener Zeiten.

Nach der Sommernachts-party am Sonnabendabend kamen am Sonntagfrüh alle Schnäppchenjäger auf ihre Kosten. Ein großer Trödelmarkt bildete den Abschluss der Feierlichkeiten. Bürgermeisterin Christine Becker hatte es in ihrer Eröffnungsrede am Sonnabend schon vorweg genommen und ganz trefflich bemerkt: „Unser Dorf lebt Zukunft!“ Das Fest gab ihr Recht.