Jüngstes Mitglied bei den Burger Geflügelzüchtern Felix Willy füttert jeden Tag 20 eigene Hühner
Burg. Felix Willy steht vor seinem Hühnerstall. Mit dem rechten Arm stützt sich der 13-jährige Schüler am Metallzaun ab, redet ruhig mit den Tieren. "Na kommt her, hier her!" Und als würden ihn die 17 Hennen und drei Hähne verstehen, kommen sie zu ihm ans Gitter. Der Siebtklässler öffnet den Stall, geht langsam hinein und schaut nach, ob seine Lieblinge Eier gelegt haben.
Felix ist das jüngste Mitglied des Rassegeflügelzuchtvereins Burg und bereits vor zehn Jahren aufs Huhn gekommen. "Durch meine Großeltern", sagt er. Die hatten damals einen großen Hühnerstall vor dem der kleine Felix immer mit funkelnden Augen stand. Berührungsängste, wie sie viele Gleichaltrige gehabt hätten, kannte er nicht. "Als Felix drei Jahre alt war, haben wir ein Familienfest gefeiert. Dabei gab es einen Wettkampf, wer die meisten Hühner fängt", erklärt sein Vater. Bei allen anderen rannten die Hühner weg, nur bei Felix waren sie zahm, liefen ihm sogar in die Arme."
Von da an war es um ihn geschehen. Wenn Felix aufwacht, hat er nur eins im Sinn: "Wie geht es meinen gefederten Freunden?" Noch bevor er zur Schule geht, füttert die 20 Hühner und Hähne mit der Hand, gibt ihnen Wasser. Das gleiche macht er nach Unterrichtsschluss und vorm Schlafen gehen. "Ich liebe meine Hühner! Wenn zum Beispiel die Küken geschlüpft sind, versuche ich sie zahm zu kriegen, damit ich sie streicheln kann", sagt der Siebtklässler. Sein liebstes Tier ist aber sein siebenjähriger Araukaner-Hahn "Alfred". Der ist so zahm, dass Felix nur seinen Namen zu rufen braucht, um ihn anzulocken.
Das Geflügelzüchten hat aber auch seine Schattenseiten! Hin und wieder müssen kranke Hühner geschlachtet werden. Felix meistert aber auch diese schwierigen Momente tapfer. "Es macht mich schon traurig, aber ich sage mir, es ist besser so für das Tier. Es würde sich sonst quälen", sagt Felix.
Neben seiner Leidenschaft für das Geflügelzüchten spielt der Siebtklässler gerne Schlagzeug, geht zum Kampfsporttraining und verbringt Zeit mit seinen Freunden. Und bei denen macht sich dank Felix nun auch das Hühner-Fieber breit. Mit seinem besten Kumpel Tobi teilt er inzwischen sein größtes Hobby. "Ich konnte ihn fürs Geflügelzüchten begeistern. Jetzt sind wir zusammen die jüngsten im Verein", sagt Felix und strahlt dabei.