1. Startseite
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Burg
  6. >
  7. Konzept Marienweg scheint aufzugehen

Cornelius-Werke Burg feiern Sommerfest für Generationen und mit Anwohnern Konzept Marienweg scheint aufzugehen

Von Andreas Mangiras 02.07.2012, 05:48

Strahlender Sonnenschein lud am Sonnabend zum Sommerfest des Cornelius-Werkes Burg ins Altenhilfezentrum am Marienweg ein. Brütende Hitze konnte nicht verhindern, dass viele hundert Besucher aus dem Wohngebiet, Freunde und Förderer kamen.

Burg l Als das Fest begann, atmete Simone Garnich, Bereichsleiterin Altenpflege im Marienweg, kräftig durch. Die Vorbereitungen hatten viel Kraft gekostet. "Unseren Mitarbeitern, vor allem den Technikern um Tobias Nahrstedt und Torsten Hanf, ist es zu verdanken, dass wir hier so sorgenfrei feiern können."

Sichtlich beeindruckt war auch Thomas Uhle, seit zwei Jahren Geschäftsführer der Cornelius-Werke Diakonische Dienste gGmbH. Er erlebte mittendrin ein Fest der Begegnung und der Generationen, wie es sich die Organisatoren gewünscht hatten. Seit gut zehn Jahren werden die Feste hier gefeiert.

Uhle sieht darin auch den notwendigen Versuch, auf die teils schwierigen Problemfelder, mit denen sich das Corneliuswerk befasst - Altenpflege und Jugendhilfe - im positivem Sinne aufmerksam zu machen.

Das Corneliuswerk hat insgesamt rund 350 Mitarbeiter, etwa je zur Hälfte in der Altenpflege und in der Jugendhilfe beschäftigt. Einrichtungen gibt es im Jerichower Land, Stendal, Anhalt-Bitterfeld und inzwischen auch in Magdeburg und im Salzlandkreis.

Im Jugendbereich befasst sich das Cornelius-Werk mit der Betreuung von Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen, auch solchen die straffällig geworden sind. Es gibt Betreuung von Schülern und Eltern.

Am Marienweg unterhält das Cornelius-Werk ein Altenpflegezentrum mit 88 Plätzen, außerdem einen Komplex Betreutes Wohnen mit 56 Wohnungen, mit Angeboten und einer Sozialstation für das Jerichower Land. Es gibt fünf weitere im nördlichen Sachsen-Anhalt. Im Demenzbereich gibt es in Burg 22 Betreuungsplätze und acht Tagesbetreuungen. Hier sieht Uhle durchaus noch Möglichkeiten, mehr zu tun.

Der Komplex Marienweg werde sehr gut angenommen, so Uhle. "Wir sind voll ausgelastet, in der Altenpflege gibt es Wartelisten." Für Uhle ist das ein sicheres Zeichen, dass Konzept und Qualität angenommen werden. Das hat seinen Preis. "Wir zahlen Tarif, andere Mitbewerber auf dem Markt nicht. Die drücken die Preise. Die Differenz tragen unsere Bewohner." Das Cornelius-Werk wurde 1991 vom Stephansstift Hannover gegründet, um den damaligen Burger Jugendwerkhof als freier Träger zu übernehmen. Inzwischen sind beide gleichrangig mit 16 Schwester-Unternehmen in der Dachstiftung Diakonie in Gifhorn. Im nächsten Jahr hat das Cornelius-Werk ein Jubiläum zu feiern: "100 Jahre Gut Lüben". Hier ist der evangelische Schulhort untergebracht. Wie gefeiert wird, steht noch nicht fest. "Vielleicht mit einem Sommerfest?", fragt sich auch Thomas Uhle noch.