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Zeugnisübergabe für die Abgänger der Rosa-Luxemburg-Schule Ein Abschied mit Erinnerungen

Von Matthias Lübke 09.07.2011, 04:31

Wie in den Vorjahren wurden die Abgänger der Gardeleger Rosa-Luxemburg-Förderschule im Rathaussaal verabschiedet. Am Donnerstagnachmittag bekamen die Schüler des Abschlussjahrganges ihre Zeugnisse.

Gardelegen. Nach dem Einmarsch zum Lied "Time to say goodbye" sah man traurige Mienen bei den Klassenlehrern der beiden Abschlussklassen, Annette Schütze und Reiner Köhler. Ernst wurde es bei der Rede von Schulleiter Frank Kreißl, der unmissverständlich klar machte, dass an der Förderschule die Voraussetzungen für den weiteren Ausbildungsweg geschaffen wurden, es im nun folgenden Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) jedoch in eine wichtige Phase geht. Denn dort wird sich bereits entscheiden, welche Berufsausbildungschancen die Schüler anschließend haben werden. "Endlich: Letzter Schultag, Zeugnisse, Freiheit", so die einleitenden Worte des Schulleiters, der beschrieb, wie sich die Schüler wohl gerade fühlen könnten. Anschließend setzte er mit dem fort, was für ihn "hier und heute" wichtig war.

Besonderer Dank galt dabei den Eltern, die immer im Kontakt mit der Schule standen und für eine gute Zusammenarbeit gesorgt haben, auch wenn selbst die Eltern dabei oft gefordert wurden. Dank galt auch den Klassenlehrern, die sich oft schützend vor ihre Klasse gestellt haben, wenn es Probleme gab und diese mit ihren Schülern gemeinsam bewältigt haben.

Und ein Dank ging auch an die Lehrer und Eltern, die das Leben an der Schule "bunter gestaltet" haben, was oft dem Förderverein geschuldet war.

Nach den positiven Worten stellte Kreißl die Frage "Was ist dieses Zeugnis wert?" Und er fragte auch, was sich die guten Schüler denken, aber auch die, die mittelmäßige Leistungen haben und kaum etwas dafür getan haben oder eben die Schüler, die schwache Leistungen haben, obwohl sie sehr engagiert waren. Alle werden nun zum BVJ gehen und dort die Berufsbildungsreife erwerben und dann den Weg gehen, den sie für richtig halten. Probleme, die jetzt vorhanden sind, würden auch künftig vorhanden sein, so Kreißl, "dass es entscheidend ist, wie man damit umgeht und ehrlich zu sich selbst ist und die Fehler nicht bei anderen suchen sollte". Abschließend berichtete er über die schönen Dinge während der Schulzeit wie Klassenfahrten, Projekttage, Sportfeste und vieles mehr. "Ich wünsche euch privat, beruflich und finanziell Glück, Freude und Zufriedenheit," gab er den Abgängern mit auf den Weg. Anschließend gab es die Zeugnisse und dann die Jahrgangsrede von Vanessa Schöffler. "Endlich geschafft" - mit diesen Worten begann sie und freute sich, dass nun keine Fragen mehr kommen wie "Hast du deine Hausaufgaben gemacht?" Sie stellte aber auch klar, dass die Schulzeit eigentlich gar nicht so lang war. Ein besonderer Dank ging an die Menschen, "die viel im Hintergrund gearbeitet haben und Klassenfahrten und Projekte organisiert haben". In ihren letzten Worten wünschte sie den Lehrern "neue artige und brave Schüler, so wie wir es waren", was für ein freudiges Schmunzeln im Publikum sorgte. Als Dank überreichten alle Schüler den anwesenden Lehrern eine Blume zum Abschied. Gleiches taten die beiden Klassenlehrer bei den Elternvertretern, die ihnen in den vergangenen Jahren eine große Unterstützung waren. Während die Klasse 9a am Vortag zum Abschied eine Radtour durch den Drömling machte und nach der Zeugnisausgabe direkt mit den Familien feierte, ging die 9b noch einmal geschlossen essen, bevor auch sie groß feierten.

Ihre Abschlusszeugnisse erhielten: Klasse 9a von Klassenlehrer Reiner Köhler: Vanessa Schöffler, Nadine Rahn, Andreas Schmundt, Philipp Schulze, Fatih Oruc, Enrico Teitge, Tobias Botta, Marty Koch und Patrick Pahlke.

Klasse 9b von Klassenlehrerin Annette Schütze: Laura Blanke, Yvonne Wodziska, Jennifer Weichert, Alexander Lindemann, Matthias Plock, Christian Beneke, SylvioDörwald und Rico Feist.