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Hundesportverein lud zum Tag der offenen Tür / Veranstaltung am bundesweiten Tag des Hundes Sport und Spiel auf vier Pfoten

Von Anke Kohl 07.06.2011, 06:37

Hunde standen am Sonntag im Mittelpunkt des Tages der offenen Tür beim Hundesportverein Gardelegen. Am bundesweiten Tag des Hundes luden die Mitglieder auf das Vereinsgelände an der Waldschnibbe ein. Mit zahlreichen Aktionen, Vorführungen und Angeboten präsentierten sie den Gästen bis in die Nachmittagsstunden Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Hund.

Gardelegen. So einfach wie es aussieht, ist es keineswegs, wenn sich Herrchen oder Frauchen quer über ihren Hund stellen. Dazu gehört Training. Die Übung "Kreuzen" gehörte zu den Vorführungen, die von den Mitgliedern des Gardeleger Hundesportvereins mit ihren Vierbeinern gezeigt wurden. Rund 100 Besucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit den Verein und die sportliche Arbeit mit einem der beliebtesten Haustiere kennen zu lernen.

"Unsere Mitglieder halten die unterschiedlichsten Rassen", erzählte Britta Homm. Vom Dackel über Pinscher, Terier und Schäferhund bis zum Landseer trainieren die Hundehalter regelmäßig mit ihren Tieren. Dabei steht die Erziehung der Hunde und die gemeinsame sportliche Bewegung im Vordergrund, wie Homm weiter berichtete. Auch der Spaß kam zwischen Training und Pause am Sonntag nicht zu kurz. So flüchtete sich Dackel Korfu kurzerhand in eines der aufgestellten Wasserbecken. Nur um sich gleich darauf im staubigen Sand zu wälzen und sich so richtig schmutzig zu machen. Alles zur allgemeinen Freude der Umstehenden. Für Lacher sorgte dann noch die Labrador-Dogge-Mischlingsdame Nali. Zwar saß sie gemütlich im Schatten, doch die Sonnenbrille ihrer Halterin Christin Fahr lehnte sie nicht ab sondern posierte regelrecht damit.

Im Laufe des Tages stellten die Mitglieder ihre Rassehunde den Besuchern vor. Imposant war beispielsweise der Landseer "Halvar" von Gudrun Gerecke. Details über den Deutschen Pinscher berichtete Wolfgang Helbig. So stand diese Rasse, die wie ein kleiner Dobermann aussieht, noch vor einigen Jahren auf dem Index der vom Aussterben bedrohten Rassen. Die vermutete Verwandschaft der beiden sich ähnelnden Hunderassen bestätigte Helbig dann auch. "Der Dobermann stammt vom deutschen Pinscher ab", klärte der stellvertretende Vorsitzende des Hundesportvereines auf.

Über Grundsätzliches zur Ersten Hilfe bei Hunden gab der Tierarzt Dirk Missal Auskunft. Nach einem Unfall könne der Halter des Tieres schon erste hilfreiche Maßnahmen ergreifen, versicherte er. Als potentiellen Patienten stellte Manuela Skibbe ihren Dobermann Timba zur Verfügung. Der Rüde zeigte sich wenig beeindruckt von den Handgriffen des Fachmannes. Wichtig sei beispielsweise, ob der Puls des Tieres fühlbar ist und der Kreislauf funktioniert. Letzteres ist leicht mit einem Druck auf das Zahnfleisch zu prüfen. Deutliches Raunen war von den Zuschauern zu hören, als der Tierarzt demonstrierte, wie die Atemwege freizuhalten sind. "Das ist ganz wichtig", erklärte er. Ein Griff in das Hundemaul, um die Zunge herauszuziehen, ist dafür nötig.

Eine Frage zum Problem, dass Hunde gern die Verbände von ihren Füßen beißen, hatte Jürgen Bahr. Gut zwischen den Zehen abpolstern und zum Schluß den Verband spiralförmig mit Pflaster umwickeln, war dazu der Tipp des Tierarztes.

Derzeit hat der Hundesportverein Gardelegen 23 Mitglieder mit 26 Hunden.

Regelmäßige Ausbildungseinheiten für Mitglieder und die Welpenspielstunde für alle interessierten Hundehalter werden vom Verein organisiert.