In den Sommerferien als Servicekraft oder Zusteller aushelfen Beim Jobben fürs Leben lernen und Geld verdienen
Momentan pauken Laura Belitz und Christina Klassen noch Deutsch und Geschichte. Doch ihre Gedanken schweifen immer öfter ab. Am 11. Juli beginnen die Sommerferien. Von der Lernerei erholen, die Sonne genießen, vielleicht sogar in den Urlaub fahren... Laura und Christina haben schon viele Pläne gemacht. Auch ein bisschen Geld verdienen würden sie gerne. Höchste Zeit sich über Ferienjobs zu informieren.
Genthin. "Ferienjobs sind begehrt", sagt Mike Nitsche. "Die Nachfrage ist größer als das Angebot", erklärt der Berufsberater der Burger Arbeitsagentur weiter. Hier gilt das Motto, je früher man sich kümmert, um so besser. In Genthin gibt es Aushilfstätigkeiten für die Sommerferien zwar nicht wie Sand am Meer, wer die Augen offen hält, wird trotzdem fündig.
So lohnt es sich, in den Eiscafés nachzufragen. "Von April bis September ist bei uns Hochsaison, und Aushilfen sind für die Festangestellten eine willkommene Erleichterung", sagt Silvia Moslehner, Inhaberin von Pechmanns Eiscafé. Mitarbeiterin Katrin Rößling erklärt, was man als Servicekraft im Eiscafé beachten muss: "Die Schüler müssen flexibel sein, bei Sonnenschein haben wir natürlich mehr Kunden als bei Regen. Das heißt, bei schönem Wetter kann man Stunden sammeln, während wir bei schlechtem Wetter mit weniger Mitarbeitern auskommen." Weiterhin wichtig sei ein gepflegtes Äußeres und freundliches Auftreten. "Am Wochenende ist bei uns Hochbetrieb, darum ist es vorteilhaft, wenn die Aushilfen auch mal sonnabends und sonntags arbeiten können", sagt Katrin Rößling. Weiterhin wichtig: Wer hier arbeiten möchte, braucht wie bei allen Tätigkeiten, bei denen man mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, ein Gesundheitszeugnis. "Wer sich bewerben möchte und mindestens 16 Jahre alt ist, kommt einfach bei uns in der Eisdiele vorbei", sagt Katrin Rößling ermutigend. Die Chancen stehen hier auch gut für einen längerfristigen Nebenjob.
Geld verdienen kann man auch bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Jerichower Land (AJL). Die Aufgaben sind vielfältig: "Zusammenbauen von Tonnen, Rasenmähen und das Mitfahren im Lkw bei Mülltouren", zählt die stellvertretende Einsatzleiterin Juliane Kurth auf. Wer Interesse hat und mindestens 16 Jahre ist, sollte sich für die nächsten Ferien schon jetzt bewerben. Die Arbeit ist begehrt, für die kommenden Ferien hat die AJL ihre Stellen schon besetzt.
"Wichtig sind Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und dass die Schüler zupacken können", sagt Juliane Kurth. Gearbeitet wird von 7 bis 16 Uhr.
Eine weitere Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern, ist das Austragen von Zeitungen. "Mindestens 15 Jahre muss man alt sein, Voraussetzung ist absolute Zuverlässigkeit", sagt Klaus Bethke. "Fleiß wird belohnt, denn die Bezahlung ist abhängig von der ausgetragenen Stückzahl", so Bethke weiter. Er ist verantwortlich für den Vertrieb von Volksstimme und Generalanzeiger. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Das Austragen nimmt nicht die ganzen Ferien in Anspruch und es bleibt Zeit für andere Aktivitäten. "Klingt gut", finden Laura und Christina. Was bei der Ferienarbeit noch zu beachten ist, erklärt Berufsberater Mike Nitsche (siehe Infokasten).