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Osterwiecker Kultursommer endet mit einem Konzert im Renaissance-Schloss Hessen Cello-Stars und ein gemischter Frauenchor

Von Horst Müller 12.10.2011, 04:26

Mit einem Konzert im Renaissance-Schloss von Hessen ging kürzlich der Kultursommer in der Einheitsgemeinde zu Ende. Einen letzten Höhepunkt setzten junge Cello-Schüler und der Frauenchor "Labazi".

Hessen l Mit dem Konzert "Das Volkslied in der Klassik" ging die diesjährige Saison der Veranstaltungsreihe "Osterwieck klingt" im Renaissance-Schloss von Hessen zu Ende.

Drei kleine Meister spielen auf dem Cello

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Hessen, Klaus Bogoslaw, und die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Osterwieck, Ingeborg Wagenführ, stellte Karl Huros, erster Cellosolist im Braunschweiger Staatsorchester, mit seinen Schülern Paul Pultke, Friedemann Kallmeier und Luise Frappier drei kleine Meister auf dem Cello vor. Besonders Luise Frappier begeisterte mit ihrer Perfektion das Publikum. Ein Jahr intensive Vorbereitung sei für das Spielen eines solchen Stückes notwendig, erfuhr das Publikum.

Nach dem ersten Teil des Konzerts boten die Mitglieder des Fördervereins in der Pause den Gästen Kaffee und Kuchen zum Sonntagnachmittag an. Im zweiten Teil der Veranstaltung übernahm Klaus Bogoslaw die Moderation. Solisten der Kreismusikschule Halberstadt zeigten ihr Können im Wechsel mit Auftritten des Chors "Labazi". Diesen bezeichnete Bogoslaw scherzhaft als "gemischten Frauenchor". "Gemischt" beziehe sich auf die Herkunftsorte der Sängerinnen, nämlich Langeln, Zilly und Badersleben, kurz "La-Ba-Zi", womit die Namensgebung erklärt sei.

Auch geistliche Musik beherrscht dieser Chor

Dieser kleine Chor werde auch in Zukunft noch von sich hören lassen, waren sich die Konzertbesucher sicher. "Mundpropaganda" hatte die jungen Damen nach Auftritten in der Wasserburg Zilly auf das Schloss Hessen geführt.

Mit ihrem umfangreichen Repertoire vom Volkslied über die Klassik bis hin zu Pop begeisterten die jungen Sängerinnen zunächst nur Nachbarn und Freunde auf Hochzeits- oder anderen Familienfeiern.

Sie selber würden lieber moderne Musik singen, wie sie gestehen. Aber auch geistliche Musik beherrscht dieser Chor, der, so das Urteil der Experten, über die dazu nötigen Stimmlagen verfügt und auch drei- bis vierstimmig singt. Mit dem Lied "Halleluja" von Leonard Cohen sorgte "Labazi" für einen der Höhepunkte des Konzerts im Schloss.

"Gemischer Chor" bezieht sich auf die Herkunftsorte

Klaus Bogoslav

Auch die Auftritte der Schülerinnen und Schüler aus der Kreismusikschule Harz fanden Anerkennung beim Publikum. Karin Hufeland, Leiterin der Kreismusikschule in Halberstadt, überzeugte das Publikum mit ihrem Saxofonquartett von der Qualität der Ausbildung an der kreiseigenen Einrichtung. Die Kreismusikschule sei schließlich auch die "Nachwuchsschmiede" für das Stadtorchester Dardesheim, wie dessen Mitglieder bestätigten.

Mit dem Konzert im Schloss Hessen enden zwar die Veranstaltungen des Kultursommers, aber bereits am Sonntag, dem 30. Oktober, geht es weiter mit der Buchlesung "Diesseits des Limes" mit Lina Moos. Für Sonntag, den 27. November, das ist der erste Advent, lädt der Förderverein zur Schlossweihnacht ein.