Zentrale Röntgenabteilung mit neuem Mehrzeilen-Computertomographen im Sana Ohre-Klinikum eingeweiht Dreidimensionale Bilder in Sekunden
Im Sana Ohre-Klinikum in Haldensleben ist gestern die neue zentrale Röntgenabteilung mit neuem Mehrzeilen-Computertomographen (CT)eingeweiht worden. Das Klinikum investierte rund eine Million Euro in den Umbau. Für Patienten und Mitarbeiter bedeutet die neue zentrale Abteilung nun kürzere Wege sowie moderne Behandlungs- und Arbeitsräume.
Haldensleben. Im Sana Ohre-Klinikum gab es gestern Grund zum Feiern. Nach nur viermonatiger Bauphase ist gestern die neue zentrale Röntgenabteilung eingeweiht worden. Herzstück der Abteilung ist ein neuer Mehrzeilen-Computertomograph. Eine Million Euro investierte die Klinik in die zentrale Abteilung und die moderne Ausstattung. Goldrichtig, wie Harald Nowak, Chefarzt des klinikeigenen Radiologischen Institutes, findet.
Zum einen sei man nun wieder auf dem Stand der modernen Technik. Zum anderen hätten Patienten und Mitarbeiter nun kürzere Wege und moderne Arbeits- und Behandlungsräume. "Den geänderten Arbeitsabläufen und der vor etwa drei Jahren erfolgten Konzentration aller Patienten im neuen Bettenhaus wird nun Rechnung getragen", so Chefarzt Nowak. Die Notfall-Röntgenabteilung, die schon von Beginn an in unmittelbarer Nähe zur Notfallambulanz und zur Rettungsstelle lag, und die jetzt verlagerte zentrale Röntgenabteilung bilden nunmehr eine strukturelle Einheit.
Nächstes Ziel ist der Schritt zum "filmlosen Klinikum". Das heißt: Wenige Sekunden nach Erstellung eines Röntgenbildes oder einer CT-Aufnahme, sollen die volldigitalen Bilder für alle Krankenhausabteilungen und in allen OP-Sälen abrufbar sein. Bis zum Frühherbst soll auch dieser Schritt erfolgt sein.
Besonders stolz sind Chefarzt Nowak und seine Mitarbeiter auf den neuen Mehrzeilen-Computertomographen. "Bei dem neuen CT handelt es sich um ein 16-zeiliges Gerät, mit dem in wenigen Sekunden der gesamte menschliche Körper untersucht werden kann", erklärte Chefarzt Nowak.
Mit einer Auflösung von unter einem halben Millimeter und einer gleichzeitigen Rekonstruktion der Bilder in mehreren Ebenen einschließlich dreidimensionaler Rekonstruktion, wird die gleiche Bildqualität erreicht wie bei high end-Geräten in Universitätskliniken und Krankenhäusern der Maximalversorgung.
Das neue CT- Gerät befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Reanimationsraum, sodass auch die schnellstmögliche Versorgung Schwerstverletzter ohne Zeitverzug realisiert werden kann. Dabei wird auch mit dem neuen CT die seit 18 Jahren bestehende und bewährte Kooperation mit der Röntgenpraxis Aisch/Lindekamm auf neuem Niveau fortgesetzt. Dank eines Hochleistungs-Arbeitsplatzes können sowohl die Krankenhausradiologie als auch die Röntgenpraxis zeitgleich auf alle Bilddaten zugreifen, diese rekonstruieren und parallel befunden.
Intensiviert wird auch die bereits seit zwei Jahren erfolgreiche teleradiologische Zusammenarbeit mit dem Unfallkrankenhaus Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Mutze. Neben der teleradiologischen Befundung im Nacht- und Notdienst, ist es über die bestehende Direktverbindung auch möglich, bei besonders schwierigen Befunden und komplexen Erkrankungen eine Zweitmeinung zum Wohle des Patienten einzuholen, so Chefarzt Nowak.