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Freibadmitarbeiter trotzen Hitze und Besucheransturm / Rettungsschwimmer gesucht Heiße Jobs: Diese Leute sorgen auch bei Rekord-Temperaturen für Abkühlung

Von Sandra Reulecke 20.08.2012, 05:35

Trotz Ferienzeit und heißen Temperaturen verlieren die Mitarbeiter im Freibad Osterwieck nicht den Spaß an ihrer Arbeit. Sie sorgen als Bademeister und im Kiosk für die nötige Abkühlung und die Sicherheit der Besucher.

Osterwieck l Das Freibad ist bei den derzeitigen Temperaturen wohl der beliebteste Ort in Osterwieck. Doch während die Gäste das kühle Nass genießen und sich in der Sonne entspannen, müssen andere im Akkord arbeiten: die Angestellten des Freibades. "Heute ist wahrscheinlich der besucherstärkste Tag der Saison", freute sich Schwimmmeister Ronald Bönisch gestern. Gut 600 Gäste verzeichnete der 51-Jährige.

"Wenn das Bad so voll ist, fühlt man sich in seiner Arbeit erst richtig bestätigt. Aber die Verantwortung, die ich trage, ist immer die gleiche, egal ob zwei oder zweihundert Gäste hier sind", so Bönisch. Seit 1990 übt er den Beruf des Schwimmmeisters aus. "Vorher war ich Grenzoffizier. Nach der Wende musste ich mir dann einen neuen Job suchen", berichtete der Osterwiecker. Seine jetzige Tätigkeit verbindet sein Interesse an Sport, den Kontakt zu Menschen und abwechslungsreiche Aufgaben. "Ich bin hier so was wie ¿das Mädchen für alles\'. Regelmäßige Wasseruntersuchungen, Aufsicht, Unterweisung des Personals, Reparaturen, Aufräumen und Erste Hilfe fallen in meinen Aufgabenbereich", sagt der Schwimmmeister. Ihn stört es nicht, zu arbeiten, wenn andere Spaß haben. Ronald Bönisch: "Im Gegenteil, seit Juni haben wir auf so ein Wetter gewartet."

Während der kühlen Tage besuchten jedoch einige treue Badefans die Anlage. "Die Seniorenschwimmgruppe und einige Kinder kommen sogar, wenn es regnet und ziehen ihre Bahnen", berichtete der Bademeister.

Unterstützt wird er durch drei Mitarbeiter und Aushilfen wie Susanne Schünemann und Monika Löschen. Die beiden Frauen trotzten gestern den Rekordtemperaturen und bereiteten den Badegästen Speisen und Getränke zu. Verkaufsschlager waren neben Eis Pommes frites und Limonaden.

"Wir sind auch dankbar über Freiwillige, die uns als Rettungsschwimmer unterstützen", sagte Ronald Bönisch. Wer sich für eine solche Ausbildung und Tätigkeit interessiert, soll sich bei ihm im Freibad melden.