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Schützenfest in Stötterlingen Könige erhalten handbemalte Scheiben

Von Ulrich Baxmann 06.06.2011, 04:41

Stötterlingen feierte am Wochenende sein Schützenfest. Im Mittelpunkt stand die Proklamation der Könige und die Übergabe der handbemalten Scheiben an die neuen Majestäten.

Stötterlingen. Drei Tage lang wurde in Stötterlingen am vergangenen Wochenende kräftig gefeiert: Der Schützenverein von 1849 hatte zu seinem diesjährigen Fest eingeladen, wie immer in die festlich geschmückte Scheune am Ortsrand.

Präsentierte sich im vergangenen Jahr der Umzug noch als eine Prozession bunter Regenschirme, meinte es das Wetter dieses Mal sehr gut mit der Stötterlinger Festgemeinde. "Fast schon zu gut", stöhnte Vereinspräsident Hermann Sinast angesichts der hochsommerlichen Temperaturen. Auch beim Tanzabend für Jung und Alt ging es in der geschmückten Festscheune buchstäblich heiß her.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand wie jedes Jahr die Proklamation der neuen Majestäten. Jugendkönig ist Justin Schrader, der an seinem zehnten Geburtstag Freitagabend die Königswürde erlangte. Schützenkönig ist Hans-Joachim Eggeling, Volkskönig Edgar Lutz. Sie alle wurden, wie in Stötterlingen üblich, mit einer handbemalten Scheibe geehrt. Nadine Schrader stellt diese Einzelstücke mit viel Geduld und Feinarbeit her. "Etwa acht Stunden brauche ich für eine", erzählt die gelernte Arzthelferin. Ralf Daus liefert dazu die Rohlinge in Form solider Holzscheiben.

Eine weitere Spezialität der Stötterlinger Schützen ist das Preisschießen für alle Einwohner des Ortes, das am Sonnabendvormittag ausgetragen wurde. Hier schnitt Mario Sinast mit 48 Ringen am besten ab. "Jeder Teilnehmer bekommt bei uns einen Preis", freut sich Schützenchef Hermann Sinast, "wir haben genug Sponsoren, die etwas bereitstellen."

Auch über Gäste aus der Nachbarschaft konnten sich die Stötterlinger Schießsportler wieder freuen: Angesagt hatten sich die Schützenvereine aus Lüttgenrode, Rhoden, Hoppenstedt, aus Osterwieck sowie dem niedersächsischen Lengde. Gemeinsam mit den befreundeten Vereinen startete der Umzug durch das Dorf zu Ehren der neuen Könige. Am Sonntagvormittag brach man noch einmal zu einem gemeinsamen Weckumzug mit Musik auf und saß anschließend beim Frühstück gemütlich zusammen.