1. Startseite
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Havelberg
  6. >
  7. Doreen Müller: "Bei diesen Angeboten für Senioren können wir uns aufs Alter freuen"

Sozialausschuss schaut sich im Wohnpark am Camps um und informiert sich über Seniorenarbeit Doreen Müller: "Bei diesen Angeboten für Senioren können wir uns aufs Alter freuen"

Von Andrea Schröder 19.04.2012, 05:17

Wie es mit der Betreuung der älteren Bürger in der Stadt aussieht, wollten die Mitglieder des Havelberger Kultur- und Sozialausschusses wissen. Sie besuchten den neuen Wohnpark am Camps und informierten sich über die Arbeit der Volkssolidarität.

Havelberg l Dass sich in den vergangenen Jahren in der Altenpflege viel getan hat, berichtete die Leiterin des neuen Wohnparkes am Havelberger Camps Andrea Frommke den Mitgliedern des Kultur- und Sozialausschusses und zeigte beim Rundgang durch das im März eröffnete Haus, was darunter zu verstehen ist. Da fallen als erstes natürlich die farbenfrohen Gänge und Aufenthaltsbereiche auf. In letzteren gibt es neben gemütlichen Sesseln und Sofas Präsenzkräfte, die sich den Tag über um das Wohl der Bewohner kümmern. In den Zimmern geht es weiter. Auf farbliche Aspekte wurde auch hier Wert gelegt. Die Architektur des Hauses trägt zum Wohlbefinden bei. Große Fenster, das Atrium und Oberlichter spenden viel Licht und vermitteln das Gefühl von Freiraum.

Die Ausschussmitglieder, die ihre Sitzung am Montagabend in den Wohnpark verlegt hatten, sowie Gäste bewunderten die Ausstattung und zeigten sich auch überzeugt vom Konzept der Lewida nach dem Motto "Leben wie daheim". Krankenhauscharakter ist fehl am Platz, weshalb es auch keine Schwesterntracht gibt. Derzeit sind 19 Bewohner eingezogen, bei voller Belegung werden es 66 sein, davon 20 im separaten Demenzbereich, und 42 Mitarbeiter.

Ob es etwas gibt, womit der Ausschuss den Wohnpark unterstützen kann, wollte Stadtrat Volker Kanzler wissen. Der Mehrzweckraum bietet sich für Kultur an, sagte Andrea Frommke. Deshalb würde sie sich freuen, wenn zum Beispiel Galerien oder Musikveranstaltungen dort stattfinden, "damit die Kultur nicht an uns vorbeigeht". Schülerin Maria Nowak, die wegen des Spielplatzproblems an der Sitzung teilnahm, bot gleich an, mit Freunden, die die Musikschule besuchen, darüber zu sprechen.

Dass es sich in der Lewida gehörenden betreuten Wohnanlage nebenan sehr gut leben lässt, berichtete eine Bewohnerin. Zudem hatte Ausschussvorsitzende Doreen Müller Vertreter von Volkssolidaritätsgruppen aus Havelberg, Jederitz und Nitzow eingeladen, um über die Seniorenarbeit Informationen zu bekommen. Sport- und Spielenachmittagen, gemeinsame Unternehmungen und die Beteiligung an Festen etwa fürs ganze Dorf gehören zur breiten Angebotspalette.

Doreen Müller zog am Montagabend das Fazit: "Die Betreuungsbedingungen haben sich für unsere älteren Mitbürger stark verbessert. Bei diesen Angeboten in unserer Region können wir uns aufs Alter freuen."