Geburtstag Eine Feuerwehr zum Anfassen
Mit einem Tag der offenen Tür beging die Klötzer Feuerwehr ihr 135. Dabei dankte sie verdienten Mitgliedern.
Klötze l Nur dastehen und zuschauen war am Sonnabend im und am Feuerwehrhaus in Klötze nicht angesagt. „Jeder, der sich traut, kann heute selbst aktiv werden“, lud Wehrleiter Mirko Pickert die zahlreichen Gäste zum Mitmachen ein, als er den Tag der offenen Tür um 10 Uhr eröffnete. Bevor die Interessenten aber die Gelegenheit bekamen, sich selbst komplett in Einsatzbekleidung zu hüllen, mit Schere und Spreizer ein Autowrack zu zerlegen, gut gesichert die Drehleiter hinauf zu steigen, mittels Phantom ihr Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen und einen vermeintlichen Brand zu löschen, wurde der Tag der offenen Tür offiziell.
So erinnerte Pickert in seiner Begrüßung an die Gründung der Klötzer Feuerwehr im Jahr 1880. Das war damals sozusagen die Antwort beherzter Menschen, nachdem an der Kirchstraße bei einem Großbrand zahlreiche Häuser zerstört worden waren. Im Zeitraffer führte der Wehrleiter die Zuhörer noch einmal zu dem alten Geräteschuppen auf dem damaligen Schulhof, dann zu dem im Jahr 1939 fertiggestellten Neubau in Massivbauweise an der Schulstraße (heute Rettungswache des DRK) und schließlich zu dem 1999 bezogenen neuen Feuerwehrhaus am jetzigen Standort an der Gardelegener Straße.
„Die Feuerwehr Klötze hat sich stetig weiterentwickelt, sie ist eine ausgezeichnet ausgebildete Mannschaft“, stellte dann auch Bürgermeister Matthias Mann in seinem Grußwort fest. Besonders hob er den hohen Ausbildungsstand der Klötzer Ehrenamtlichen hervor, die im Stadtgebiet auch selbst als Ausbilder fungieren. „Das ist nicht selbstverständlich und verdient Respekt.“ Darüber hinaus lobte Mann „den geräuschlosen Wechsel“ an der Spitze der Feuerwehr. Hatte doch Mirko Pickert am 1. Juli dieses Jahres die Nachfolge des langjährigen Wehrleiters Rüdiger Wührl angetreten.
„Er hat maßgeblich dafür gesorgt, dass wir heute so gut aufgestellt sind“, sagte der neue über seinen alten „Chef“ und dankte ihm mit mehreren Präsenten für die langjährige Leitungsfunktion. „Es ist der richtige Weg, den Staffelstab rechtzeitig weiterzugeben“, befand Wührl und zeigte sich überzeugt davon, dass sein Nachfolger die Arbeit erfolgreich weiterführen werde. Zu den ersten offiziellen Handlungen, die Mirko Pickert als Wehrleiter vollzog, gehörte die Beförderung von Feuerwehrkameraden in die nächsthöheren Positionen sowie die Ehrung von Mitgliedern. Lesen Sie mehr dazu in einer der nächsten Ausgaben.