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Erfindung Spielend experimentieren

22.04.2021, 17:28
Der Klötzer Kinder-Algen-Experimentierkasten schaffte es in die Finalrunde des Landeswettbwerbs um den Bestform-Award. Dabei wurden die drei Erfinder um den Klötzer Algenfarm-Geschäftsführer Jörg Ullmann mit einer Geldprämie des Wirtschaftsministeriums geehrt.
Der Klötzer Kinder-Algen-Experimentierkasten schaffte es in die Finalrunde des Landeswettbwerbs um den Bestform-Award. Dabei wurden die drei Erfinder um den Klötzer Algenfarm-Geschäftsführer Jörg Ullmann mit einer Geldprämie des Wirtschaftsministeriums geehrt. Fotos: Lara Rockenstein

Von Henning Lehmann

Klötze/Magdeburg Zwar haben die Klötzer Algenanbauer um Geschäftsführer Jörg Ullmann mit ihrem Algen-Experimentierkasten für Kinder knapp den begehrten Bestform-Award des Landeswirtschaftsministeriums sowie der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt verpasst. Dennoch schafften sie neben dem Award-Gewinner, dem Magdeburger Start-up-„Moosaik“, eine Platzierung unter den elf besten Finalisten des Landes. Für die drei Erfinder des Experimentierkastens, Lara Rockenstein, Christian Bass und Jörg Ullmann, ist die vordere Platzierung unter insgesamt 50 Projekten in Sachsen-Anhalt eine Anerkennung ihrer einjährigen Arbeit. „Der Algen-Experimentierkasten für Kinder ist auch ein weiteres Projekt im Zuge der Klötzer Erlebniswelt“, betonte Jörg Ullmann, der schon vor Jahren die Idee für den Kinder-Spielekasten hatte. „Mit dem Spielekasten soll die Alge weiter erfahrbar, einfach spielerisch kurzweilig sowie auch praktisch erlebbar und anschaulich gemacht werden“, sagte Jörg Ullmann und ergänzte, dass der Spielekasten für Kinder auch eindrucksvoll das Produzieren von Sauerstoff und die Photosynthese erklärt.

Zwölf Experimente sind damit möglich

Zudem merkte der Geschäftsführer an, dass insgesamt zwölf Experimente in dem gläsernen Spielekasten vorhanden sind. Auch ein Beispiel aus der Region kann mit dem Einfluss der Algen bei extrem heißen Sommer-Temperaturen im Arendsee mit dem Spielekasten ausprobiert werden. Denn daran können die Kinder sehen, welche Auswirkungen Algen haben, wenn sie zu viel Phosphor und Sauerstoff bekommen und sich dann massenhaft vermehren. Das führt dann zu einem Badeverbot im Arendsee. „Wichtig war für uns, dass die Mädchen und Jungen beim Experimentieren die Abläufe sowie die Auswirkungen verstehen“, betonte Jörg Ullmann.

Die Magdeburger Industriedesignerin Lara Rockenstein hat mit dem Klötzer Unternehmen Roquette und dem Berliner Pädagogen Christian Bass gemeinsam innerhalb von zwölf Monaten den Spielekasten entwickelt. Alle drei sagen: „Hoch mit dem grünen Daumen, damit lernen Kinder Fachwissen und wie wichtig Nachhaltigkeit ist“.

Für Algenfarm-Geschäftsführer Jörg Ullmann geht mit dem Algen-Experimentierkasten für Mädchen und Jungen auch ein verspäteter Kindertraum in Erfüllung. Denn schon als kleiner Junge, wie er selbst sagte, hat er gerne unter anderem mit Kristallen experimentiert. Später und bis heute mit seinen Kindern. Deshalb hatte er auch vor über sechs Jahren die Idee für diese nicht alltägliche Kinderbeschäftigung.

Dass der Spielekasten in Zukunft auch auf dem Markt zum Verkauf angeboten wird, scheint sicher zu sein. Denn, wie Jörg Ullmann auf Nachfrage sagte, gibt es einen potenziellen Partner, der die Produktion des gläsernen Algen-Experimentierkastens aufnehmen möchte. Doch bis dahin vergeht allerdings noch etwas Zeit. Der Klötzer Geschäftsführer rechnet, wenn alle Abläufe mit der Produktion sowie der Herstellung der einzelnen Rezepturen optimal laufen, dass Weihnachten 2022 die ersten Geschenkpackungen unter dem Gabentisch liegen können. Dann befinden sich auch Algenerzeugnisse aus Klötze in diesem nicht alltäglichen Paket für die Freizeitbeschäftigung.