Durch verschiedene Aktionen auf der "Meile der Demokratie" kamen insgesamt 1710 Euro zusammen Schöne Bonusmeile: Spenden für Courage-Netzwerk
Mehrere Aktionsgruppen spendeten gestern 1710 Euro, die bei der vierten "Meile der Demokratie" gesammelt wurden, an das Courage-Netzwerk. Mit dem Geld werden Schulprojekte gegen Rassismus unterstützt.
Altstadt l Die "Meile der Demokratie" hatte gestern noch ein erfreuliches Nachspiel. Das Kreativprojekt "Demokratie braucht Stimme - Demokratie hat Stimme" übergab an das Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V. (NDC) einen Scheck über 1100 Euro. Außerdem überreichten Studenten der "Jungen Meile" vom KanTe e.V. und des Fachschaftsrats (Fasra) Maschinenbau und Verfahrenstechnik weitere 610 Euro an das NDC.
Die 4. Meile setzte mit ihrem bunten Programm und einer Vielzahl von friedlichen Aktionen ein Zeichen gegen den zeitgleich stattfindenden Rechten-Aufmarsch. Gabriele Herbst, die mit Maik Hattenhorst und Jürgen Martini zu den treibenden Kräften des "Demokratie braucht Stimme"-Projekts gehört, bot dabei gestrickte Schals gegen eine Spende an. In den Vorjahren brachten sie z.B. bunt bemalte Stühle und Mützen an den Mann oder die Frau.
"Rund 50 Initiativen haben sich am Stricken beteiligt. Sogar in der Schweiz haben sechs Frauen Schals für uns gearbeitet, die wir allerdings erst noch aus dem Zoll holen mussten", erzählt Gabriele Herbst. Zwei Frauen alleine hätten 40 Schals hergestellt. Gegen einen selbst gewählten Obolus konnten die Meilengänger die wärmenden Strickstücke erwerben. Damit man auch wusste, worum es ging, hatten u.a. Elke Bochnig und Nelli Hassold zuvor die "Demokratie braucht Stimme"-Logos eingenäht. "Über drei Monate dauerten die Vorbereitungen für diese Aktion", berichtet Gabriele Herbst.
Maik Hattenhorst und Jürgen Martini hatten Stadträte aller demokratischen Fraktionen eingeladen, entlang der Meile aus dem Buch "Und dann warst Du auf einmal ausgestoßen!" des Historikers Michael Abrahams-Sprod zu lesen. Darin ist die Geschichte der Magdeburger Juden während der NS-Zeit dokumentiert. Ziel der Lesung war es, gegen Geschichtsverdrehung anzukämpfen und an die Opfer zu erinnern.
Die Studenten der "Jungen Meile" und des Fasra boten Lose und Würstchen gegen eine Spende an. Außerdem unterhielten und informierten sie mit ihrem Programm. Dabei kamen 610 Euro zusammen, die Sophie Deidok und Julia Lapawczyk an Marcel Krumpholz vom NDC übergaben.
Krumpholz versprach, dass das Geld etwas bewirken werde: In Projekten an bildungspolitischen Brennpunkten wie Haupt- und Berufsschulen klärt das NDC über die Gefahren des Rassismus auf.