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Denkmal Deutsche Teilung Novum beim Workcamp in Hötensleben

Zwölf Teilnehmer aus vier Kontinenten sind bei der 25. Auflage des Workcamps am Grenzdenkmal in Hötensleben dabei. Und es gibt Neuerungen.

Von Ronny Schoof 20.07.2023, 15:05
Im Grenzdenkmal Marienborn werden die Campteilnehmer wieder im Geschichtslabor tätig. Im vorigen Jahr entstanden dabei auch sehr künstlerisch geprägte Fotoaufnahmen der Anlage, wie hier das Motiv eines Überwachungsspiegels im Zollbereich.
Im Grenzdenkmal Marienborn werden die Campteilnehmer wieder im Geschichtslabor tätig. Im vorigen Jahr entstanden dabei auch sehr künstlerisch geprägte Fotoaufnahmen der Anlage, wie hier das Motiv eines Überwachungsspiegels im Zollbereich. Foto: Grenzdenkmal

Hötensleben - Auftakt zum 25. Internationalen Workcamp in Hötensleben: Der örtliche Grenzdenkmalverein erwartet für die Jubiläumsauflage zwei Dutzend Teilnehmer. Sie werden 21, Juli 2023 anreisen und 14 Tage lang sowohl die Region kennenlernen als auch Pflege und Wartung am Grenzdenkmal betreiben.

„Leider wieder nur zwei statt drei Wochen“, meint Vereinsvorsitzender René Müller. Das bringe Einschränkungen im Programm mit sich. „Wir müssen hier und da straffen und kürzen“, so Müller. Der Hauptgrund: „Die Semesterferien der potenziellen Teilnehmer können von Juli bis Oktober verteilt stattfinden. Das macht es mittlerweile schwer, ausreichend Interessenten für einen dreiwöchigen Zeitraum zu finden. Das Geschichtslabor in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn wurde also auf einen Tag verkürzt, das übliche Berlin-Wochenende fällt aus, und auch das gewohnte Rockfestival können wir nicht im Rahmen des Workcamps unterbringen. Da wir effektiv nur ein komplettes Wochenende zur Verfügung haben.“

Zwölf junge Erwachsene bilden diesmal den Kern des Camps. Sie kommen aus der Türkei, aus Spanien, Algerien, Großbritannien, Mexiko und Deutschland. „Dabei haben wir ein Novum zu verzeichnen“, verkündet René Müller erfreut, „denn zum ersten Mal sind Teilnehmerinnen aus Afrika dabei. Völkerverständigung ist ja eines der Hauptanliegen des Camps.“

Für Akklimatisierung bleibt wenig Zeit, die zwei Wochen sollen ohne große Umschweife genutzt werden. So werden am Wochenende direkt Hötensleben, das Grenzdenkmal und die Umgebung mit ihrer Braunkohlegeschichte erkundet. Für Montag ist eine kleine offizielle Begrüßungszeremonie vorgesehen. Ausflüge führen unter anderem ins Forschungsmuseum Schöningen und in die Welterbestadt Quedlinburg.

Heimliche Höhepunkte der jährlichen Camps, weil sie den Aspekt des Kennenlernens der Kulturen mit Spiel, Spaß und Geselligkeit besonders befördern, seien „immer die Besuche bei der Feuerwehr und den Schützen, die wieder fest eingeplant sind“, so Müller. Der Verkehrsgarten Völpke unterstützt das Projekt wieder mit Fahrrädern.

Zur Halbzeit am Sonnabend, 29. Juli, findet aus Anlass des 25. Internationalen Workcamps ein Familienfest rund ums Hötensleber Rathaus statt. „Ein Fest für alle Altersgruppen ab 15 Uhr“, blickt René Müller voraus, „mit Puppentheater, Tanz, Kinderschminken, Kinderdisco, Linedance, Livemusik, vielen Leckereien und weiteren Highlights.“ Die Abendveranstaltung mit „Pandora“ und den „Schattenmorellen“ beginnt um 20 Uhr, der Eintritt dazu kostet zehn Euro.