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Ausschuss will den Saalekanal

08.02.2012, 04:26

Salzlandkreis (mz) l Der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Bernburg hat sich in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, den Oberbürgermeister zu ermächtigen, sich für die Anbindung Bernburgs an das überörtliche Binnenwasserstraßennetz einzusetzen. In einer Empfehlung an den am 16. Februar tagenden Stadtrat wird OB Henry Schütze (parteilos) damit beauftragt, sich gemeinsam mit dem Saalebündnis dafür stark zu machen, dass der Saale-Schleusenkanal bei Tornitz gebaut wird. Fünf Ausschussmitglieder stimmten dafür, zwei Ausschussmitglieder dagegen.

Wie Dezernent Holger Dittrich erläuterte, kam der Punkt auf die Tagesordnung, weil seit 15 Jahren seitens der Stadt kein offizieller Beschluss mehr zum Saaleausbau gefasst worden war. Angelika Trensch (Linkspartei) wollte nicht alle Punkte des Beschlusses mittragen. "Mir fehlt eine Kompromiss-Variante", sagte Angelika Trensch. Auch sie sei gegen die Herabstufung der Saale zur "Restwasserstraße". Der Schleusenkanal sei allerdings nicht besonders sinnvoll. "Mir geht es um die Höherstufung der Saale. Wir sollten uns bemühen, die Saale in die gleiche Kategorie wie die Elbe zu bekommen", schlug Angelika Trensch vor, um die Restwasserstraße zu verhindern. Bei den übrigen Ausschussmitgliedern stieß dies auf keine Gegenliebe, auch nicht bei dem beratenden Mitglied Jörg Braunstedter (Grüne). "Nur der Kanal würde bessere Wirtschaftsbedingungen bringen", erhofft sich Braunstedter. Hartmut Zellmer (CDU) plädierte wiederum dafür, "ein eindeutiges Votum abzugeben, dass wir blühende Landschaften wollen".