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Kampf gegen ungepflegte Stadt Die Verwaltung der Stadt Calbe benennt Gründe, warum die Grünpflege schwierig ist

Die Stadt sieht sich auf einem guten Weg, was die Betreuung der grünen Bereiche der Stadt angeht. Rund 30 Hektar müssen die Mitarbeiter regelmäßig bearbeiten.

Von Thomas Höfs 05.04.2025, 12:36
Urnenanlage auf dem Friedhof im vergangenen Jahr.
Urnenanlage auf dem Friedhof im vergangenen Jahr. ArchivFoto: Thomas Höfs

Calbe. - Die Pflege der Grünflächen ist immer mal wieder ein Thema in der Kleinstadt. Vor allem wenn das Grün üppig wächst, kommen die Mitarbeiter des Bauhofes der Kommune hier kaum nach.

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Die CDU/FDP-Fraktion verlangte nun eine Auflistung von der Verwaltung über die zu pflegenden Flächen. Ziel der Anfrage sei es, einzuschätzen, ob die Kommune mit dem Personal und der Technik dauerhaft der Aufgabe gewachsen sei, meinte Christoph Weigelt (CDU/FDP), der den Antrag seiner Fraktion in der Sitzung des Bauausschusses begründete.

Anspruch auf Urlaub

Die Stadt agiere mit dem Personal und der Technik, schilderte Bürgermeister Sven Hause. „Allerdings steht auch nicht von Frühling bis zum Herbst das gesamte Personal des Bauhofes an jedem Werktag zur Verfügung“, fügte er hinzu. Die Mitarbeiter hätten einen Anspruch auf Urlaub, den die Stadt natürlich gewähren müsse. Außerdem werde auch mal ein Mitarbeiter krank. Dennoch zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass die Kommune bei der Grünflächenpflege auf einem guten Weg sei. Vor allem auch dank moderner Technik könnten die Mitarbeiter viel mehr Grünflächen pflegen als noch in der Vergangenheit. „Ich habe das mal ausgerechnet. Das sind rund 3,5 Hektar Fläche pro Mitarbeiter. Das ist leicht zu pflegen“, meldete sich Gerhard Denkert (FWG Calbe). Das mag zwar rechnerisch stimmen, sei aber in der Praxis etwas komplizierter, reagierte der Bürgermeister auf den Einwand. So gebe es auch viel kleinteilige Flächen, deren Pflege aufwendiger sei. Hier gehe es nicht darum regelmäßig eine Wiese zu mähen. Die Flächen müssten mitunter aufwendiger bearbeitet werden.

30 Hektar sind zu pflegen

Rund 30 Hektar Grünfläche, listet die Verwaltung auf, müsse der Bauhof regelmäßig pflegen und bearbeiten. Dabei sind die Friedhofsflächen schon gut zwei Hektar groß in der Stadt und den beiden Ortschaften. Aufwendig in der Pflege sind zudem die Grünflächen neben den Straßen. Hier können wegen der kleinen Flächen nur kleine Maschinen eingesetzt werden. Das kostet Zeit und schafft weniger Fläche. Dennoch ist der Bürgermeister überzeugt, dass sich die Pflege insgesamt enorm verbessert hat.

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Kritik gab es im vergangenen Jahr aus den Reihen der Bürger vor allem über die Pflege der Grünflächen auf dem Friedhof. Besonders ärgerlich war hierbei die Entwicklung auf einem neu angelegten Urnenfeld. Eine Blumenwiese sollte hier den ganzen Sommer für Blütenpracht und Farbe sorgen. In der Praxis klappte dies nicht so ganz. Unkraut eroberte die Fläche und breitete sich stark aus. Einen sehr ungepflegten Eindruck machte die Fläche, so das sich mancher Besucher für den Anblick schämte. In diesem Jahr will die Stadt einen neuen Anlauf unternehmen und die Blumen neu ansäen lassen. Wenn dies nicht funktioniere, soll die Fläche mit Rasen versehen werden, hieß es im vergangenen Jahr.

So soll die neue Urnenanlage in der Zukunft gepflegter aussehen und einen besseren Eindruck auf die Angehörigen von Verstorbenen und Besuchern machen. Dennoch steht der Friedhof immer wieder im Brennpunkt. Auf dem riesigen Areal gibt es beispielsweise jede Menge alter Bäume, die in den nächsten Jahren Schritt für Schritt ersetzt werden müssen, kündigte der Bürgermeister in der Vergangenheit bereits an.

Geht es digital leichter?

Die Stadt arbeitet seit Jahren auf dem Friedhof intensiver und hat hier vor allem viel Kraft und Zeit in die Digitalisierung investiert, schilderte der Bürgermeister in der Vergangenheit. Damit soll die Verwaltung des Areals leichter werden für die Verwaltung. Bei der Gestaltung von Grabanlagen ging die Stadt hier zuletzt neue Wege und ermöglichte neue Bestattungsformen.