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Integrative Bildung und Digitalisierung Eine App beseitigt alle Sprachbarrieren: Digitale Zukunft und Vielfalt in der Kita „Sonnenblume“

Kinder aus 14 Nationen besuchen die Schönebecker Kita „Sonnenblume“. Wie die KiKom-App Sprachbarrieren in der integrativen Einrichtung abbaut.

Von Lutz Krüger 28.03.2025, 10:00
Nik Mostaller, Bereichsleiter der Lebenshilfe, und Kita-Leiterin Judith Kusebauch stimmen sich zur optimalen Nutzung der KiKom-App in der integrativen Kita „Sonnenblume“ ab.
Nik Mostaller, Bereichsleiter der Lebenshilfe, und Kita-Leiterin Judith Kusebauch stimmen sich zur optimalen Nutzung der KiKom-App in der integrativen Kita „Sonnenblume“ ab. Foto: Lutz Krüger

Schönebeck. - Fast in der Stadtmitte von Schönebeck ist die integrative Kita „Sonnenblume“ in zentraler Lage sehr gefragt. Jeden Morgen begrüßen die Pädagogen, Heilpädagogen und Therapeuten zurzeit 196 Kinder, darunter 38 Mädchen und Jungen mit Behinderung. „Wir sind international aufgestellt. 30 Prozent unserer Kinder kommen aus anderen Ländern. In der „Sonnenblume“ fühlen sich 14 Nationen zu Hause, spielen und lernen mit- und voneinander“, sagt Kitaleiterin Judith Kusebauch.

Die Schönebecker Kita der „Lebenshilfe Bördeland“ kann bis zu 225 Kinder aufnehmen. Die Kitagruppen sind nicht, wie oft, nach Alter zusammengesetzt, sondern jeweils zwischen zwei und sieben Jahren. „Das ist wie in einer Familie, da sind die Kinder auch unterschiedlichen Alters“, betont Judith Kusebauch. Die Kinder helfen sich gegenseitig und das stärkt das WirGefühl.

Technologische Innovation: Einführung der KiKom-App

Stefan Labudde, Geschäftsführer der Lebenshilfe, übergab kürzlich an Kitaleiterin Judith Kusebauch 12 modifizierte iPads für die Nutzung der KiKom-App. Über diese App ist unsere Kita für die Eltern transparent. Sie erleben das Tagesgeschehen mit und bekommen jederzeit einen Einblick zu vielen Ereignissen in der Kita“, berichtet Nik Mostaller, Bereichsleiter Kinder und Jugend der Lebenshilfe.

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Jeder Benutzer könne seine gewünschte Sprache einstellen und so sei es kein Problem mit 14 Nationen zu kommunizieren. Auch die Eltern nutzen die App, um ihre Anliegen oder Wünsche an die Kita zu übermitteln. Schrittweise werden alle 16 Kitas der Lebenshilfe mit dieser App ausgestattet. Die Kita „Sonnenblume“ ist die 12. Einrichtung. Doch bevor die App in Schönebeck gestartet werden konnte, musste zunächst im gesamten Objekt WLAN verfügbar sein“, sagte Stefan Labudde.

Tag der offenen Tür: Einblick in die Kita „Sonnenblume

Die Techniker installierten rund 700 Meter Netzwerkleitungen, Sende- und Empfangstechnik. „In den bisher 11 Kitaeinrichtungen wird die App zurzeit von 1600 Bezugspersonen (Eltern und weiteren Personen) genutzt. Dazu kommen noch 103 Erzieher und Leitungskräfte“, berichtet Nik Mostaller. In Kürze werden es mit der Kita „Sonnenblume“ in etwa 2.000 Nutzer sein.

Wer mehr über die integrative Kita „Sonnenblume“ in der Pestalozzistraße 3 erfahren möchte, kann sich am heutigen Freitag, von 15 bis 18 Uhr am „Tag der offenen Tür“ informieren. Leiterin Judith Kusebauch und ihr Kita-Team haben mit Leidenschaft viel vorbereitet.

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Ein besonderes Highlight des Tages wird der offizielle Startschuss zur Digitalisierung der Kita sein – die Einführung der KiKom-App. Den Besuchern wird ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen geboten. Interessierte können spannende Aktivitäten und kreative Stationen erleben. Darüber hinaus werden verschiedene Netzwerkpartner der Lebenshilfe vor Ort sein, um sich und ihre Beiträge zur frühkindlichen Bildung vorzustellen.