Geschichte erhalten Tangerhütte: An der Mühle wird Geburtstag gefeiert
Seit 20 Jahren bemühen sich in Grieben an der Elbe (Tangerhütte) Menschen darum, eine der alten Landmarken ihrer Region zu bewahren. 2003 begann der Wiederaufbau der letzten Bockwindmühle mit der Gründung eines Heimat- und Windmühlenvereins und der steht heute schon wieder vor großen Aufgaben.

Grieben - Der Heimat- und Windmühlenverein in Grieben hatte jetzt ein vielseitiges Fest rund um die Bockwindmühle auf die Beine gestellt, um das historische Wahrzeichen des Dorfes, aber auch sich selbst zu feiern. Das muss heute schon wieder saniert werden, um beweglich zu bleiben. Vor 20 Jahren gründete sich der Verein und das war auch Grund, zurückzublicken.
Den Rückblick übernahm an Stelle des Vereinsvorsitzenden Klaus Wolf dessen Stellvertreterin Miriam Schöne. Und die bedankte sich vor allem bei denen, die bis heute den Verein am Laufen halten: „Ohne euren Einsatz und euer Engagement und die Bereitschaft, viel Freizeit in das Vereinsleben und den Erhalt der Bockwindmühle zu investieren, könnten wir heute nicht hier stehen.“

Doch auch einige Gründungsmitglieder des Vereins waren gekommen. Manfred Heber, Karl-Heinz Reif, Günther Gotsch, Doris Albrecht und Gisela Geue galt ein besonderes Dankeschön. Das Fest rund um die Mühle, durch die Vereinsmitglied Günter Kunert führte, gestalteten viele Vereine und Gruppen mit. Die örtliche Kindertagesstätte beteiligte sich nicht nur mit einem musikalischen Programm, sondern bot auch selbst Gebasteltes vom Kirschkernsäckchen über Vogelhäuser bis zu Windspielen aus Naturmaterialien an.
Der Seniorentreff hatte Marmeladen, Kräutersträußchen und kleine Präsente hergestellt und auch die Angler-Ortsgruppe brachte sich mit frisch geräuchertem Fisch und kleinen Aktivitäten für die Kinder ein.
Der Sportverein Grieben war vor Ort mit Torwandschießen und weiteren Spielen und einem eigenen Fanshop dabei und die Kindertanzgruppen des Griebener Karnevalsvereins führten flotte Choreografien auf.

Der Eine-Frau-Zirkus „Knopf“ sorgte für spaßige Unterhaltung und fliegende Schweine und die „Pool-Piraten“ sorgten zum Abschluss des Tages noch einmal für richtig Stimmung an der Mühle.
Ortsbürgermeisterin Rita Platte erinnerte an die Geschichte der letzten Bockwindmühle in Grieben, die eigentlich längst zusammengefallen war, als man sich zur Rettung entschloss. Ab 2003 begann der Wiederaufbau, 2006 konnte die neue Mühle, die noch etwa ein Drittel alter Bauteile enthielt, eingeweiht werden.
Seit einigen Jahren gibt es aber schon wieder Investitionsbedarf, denn die Mühle hat sich aufgrund der Trockenheit mehrerer Dürresommer verzogen und dreht sich derzeit nicht mehr. Das notwendige Geld – rund 30 000 Euro für die Sanierung – sei inzwischen zusammengekommen, verkündete der Vorstand im Rahmen der Jubiläumsfeier. Noch in diesem Jahr also soll die Mühle instand gesetzt werden. Eine großzügige Spende der Volksbank-Stiftung, aber auch viele private Spender haben das ermöglicht.