Das Leben ist nur im Suff zu ertragen – so lautet eine ebenso abgedroschene wie hinterfragungswürdige Stammtischweisheit. Da es aktuell keine Stammtische gibt, verlagert sich das Thema in das weite Reich der Pandemie-Begleitumstände.
Hierzu die aktuellsten Zahlen des Deutschen Weininstituts: Im Corona-Jahr 2020 haben die Deutschen im Supermarkt acht Prozent mehr Geld für Wein ausgegeben. Für sechs Prozent mehr Wein. Was spätestens nach Bemühen des Dreisatzes nahelegt, dass sich die Verbraucher nicht nur mehr, sondern auch teureren Wein gegönnt haben.
Alarmierendere Signale erreichten uns bereits vor mehreren Wochen von der Bierfront. Deutschlands Brauereien setzten 2020 508,2 Millionen Liter Bier weniger ab als im Vorjahr. Was einige Unternehmen in eine existenzbedrohende Situation bringt. Nun ist im Lockdown sicher Zeit für einen Rettungsversuch. Es gilt, gut eine Milliarde Halbliterflaschen (zusätzlich zum Lockdown-Standardpensum) zu vertilgen. Wir dürfen uns später zumindest nicht vorwerfen lassen, es nicht zumindest versucht zu haben.