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Land bescheinigt der Schule an der Bode "vorbildliche Orientierung"/Premiere im Landkreis Börde Das erste Berufswahl-Siegel geht nach Klein Oschersleben

Von Yvonne Heyer 24.09.2011, 06:33

Als erste Schule im Landkreis Börde wurde die Schule an der Bode in Klein Oschersleben mit dem Berufswahl-Siegel ausgezeichnet. Im Rahmen des traditionellen Schulfestes präsentierte Schulleiterin Monika Hoppe die Auszeichnung, die vom sachsen-anhaltischen Kultusministerium verliehen wurde.

KleinOschersleben. Mit viel Schwung startete das Schulfest. Dafür sorgte nicht zuletzt die Tanzgruppe der Schule unter der Leitung von Rita Zypro. Die Mädchen der 6. Klassen hatten gleich mehrere flotte Tänze, Lieder und Gedichte auf Lager.

Dann trat Schulleiterin Monika Hoppe ans Mikrofon. Ihr fiel die Beantwortung der Frage, ob es einen Grund zum Feiern gebe, nicht schwer. "Unsere Schule, die einst als Lernbehinderten-Schule gegründet wurde und nun als Förderschule besteht, gibt es seit 57 Jahren. Jetzt erhielten wir als erste Schule im Landkreis Börde das Berufswahl-Siegel des Landes und wurden damit als Schule mit vorbildlicher Berufswahlorientierung geehrt", sagte Monika Hoppe.

Das Siegel, das nun einen besonderen Platz in der Schule als Aushängeschild bekommen wird, wurde von Sara Haßel und Sophia Wedler allen Gästen und Schülern des Schulfestes stolz präsentiert. Die beiden Schülerinnen waren auch im Bauhaus Dessau dabei, als das Berufswahl-Siegel offiziell verliehen wurde.

In Sachsen-Anhalt tragen jetzt 24 Schulen, vornehmlich Sekundarschulen, dieses Siegel, das in besonderer Form das Motto der Klein Oschersleber Schule ausdrückt: "Lernen für das Leben". Denn seit 2007 gibt es an der Förderschule für Schüler der 8. Klassen vierzehntägig einen Praxistag. Mario Matern geht inzwischen in die 9. Klasse und ist von den Praxistagen in der 8. Klasse noch immer begeistert. Diese Zeit hat ihn auch motiviert, in der Schule weiter voranzukommen.

"Es war eigentlich nicht schwer, vor allem Wanzleber Betriebe zu gewinnen, in denen unsere Schüler ihren Praxistag leisten können", sagte Monika Hoppe. Inzwischen sind auch zwei Klein Oschersleber Betriebe hinzugekommen.

"Wir können uns an dieser Stelle bei den Betrieben für ihre große Bereitschaft nur bedanken. Unsere Schüler durchlaufen alle Betriebe, bekommen eine Bewertung und können sich auch testen, was ihnen liegt, wo es beruflich einmal hingegen soll", erklärte Frank Hursie, der von Anfang an das Projekt Praxistag begleitet und angeschoben hat: "Bei der Bewertung unseres Projektes, mit dem wir uns am Wettbewerb des Kultusminis-teriums beteiligten, war der Praxistag der entscheidende Punkt."

Während des Schulfestes hatten die Gäste und Schüler auch die Möglichkeit, sich in einem Klassenraum über den Praxistag zu informieren und auch einen Film von der Preisverleihung in Dessau anzuschauen.

Seit geraumer Zeit hat die Förderschule Klein Oschersleben mit der WTE Betriebsgesellschaft einen engagierten Patenbetrieb gefunden. Mit Hilfe des Betriebes und des Fördervereins der Schule ist es gelungen, den Klassen anlässlich des Schulfestes Reisegutscheine zu überreichen. Diese können beispielsweise für einen Tagesausflug der Klassen genutzt werden.

Schließlich startete auf dem Schulhof ein buntes Treiben. Das Sportmobil der Sportjugend hatte allerlei Attraktionen an Bord, und so konnten sich die Kinder ordentlich austoben. Selbst ein Ponyreiten fehlte nicht.