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Vom Güterschuppen zur Facebook-Präsentation / 15 Jahre Bahnhofsmuseum Benneckenstein Emsige Eisenbahner für ihre Arbeit geehrt

Von Burkhard Falkner 02.10.2012, 03:21

Das Eisenbahnmuseum in der Bahnhofstraße von Benneckenstein ist für Freunde von Schienen, Bahnen und Heimatgeschichte ein Magnet. Dafür sorgen kompetente wie emsige Mitglieder eines Vereins. Und das bereits seit 15 Jahren.

Benneckenstein l Es ist schon ein denkwürdiger Tag gewesen, der 15. September 1997. Harzer aus nah und fern strömten damals gerade in Benneckenstein zum berühmten Harzfest zusammen. Zugleich hoben Eisenbahner und Eisenbahnfreunde einen neuen Verein aus der Taufe.

Engagiert dabei war ein Eisenbahner mit Leib und Seele - Axel Busse, der spätere langjährige Vereinschef. Dazu kam Unterstützung von Kerstin Heyder, Dirk Stoeß, Karla Maus, Birgit Berger und vom damaligen Bürgermeister Heinz Möhwald (FDP). Gleichzeitig mit der Vereinsgründung wurde damals direkt im Güterschuppen im Bahnhof eine Art Museum eröffnet.

Daran hat jetzt Jens Ertner, der heutige Vereinsvorsitzende, erinnert. Gemeinsam mit Mitstreitern feierte er 15 Jahre Bahnhofsmuseum. Es sei damals gelungen, so Ertner, viele wertvolle Gerätschaften und Utensilien von Uniformteilen über Signalanlagen bis zu Hinweisschildern aus der guten alten Eisenbahnzeit zu retten. Sie dokumentieren die Geschichte der Harzer Schmalspurbahn, die seit 1898 in Benneckenstein einen Bahnhof hat, aber teilweise auch die Geschichte der Eisenbahn insgesamt.

30 000 Besucher aus dem In- und Ausland wurden seit der Eröffnung begrüßt, resümierte Jens Ertner bei der kleinen Jubiläumsfeier. "In den Anfangsjahren war es nicht leicht, Außenstehende zu überzeugen, dass es im Museumsverein Bahnhof Benneckenstein nicht nur um Treffs bei Bier und Bratwurst geht", blickt Ertner zurück. Erst nach und nach sei erkannt worden, dass die Vereinsarbeit der regionalen Geschichte gilt, die nicht in Vergessenheit geraten soll.

Verein würdigt das Andenken verstorbener Eisenbahnfreunde

Mit der Pflege und Ausstellung der Eisenbahn-Utensilien, aber auch mit Tagen der offenen Tür sowie Präsenzen zum Schützenfest und zur Laurentiade setzte und setzt der Verein Glanzpunkte ins Leben Benneckensteins und heute der Stadt Oberharz am Brocken.

Daran hätten viele ihren Anteil über die Jahre geleistet, hob der Vereinschef hervor und würdigte die Arbeit etlicher verstorbener Vereinsmitglieder: Egon Schröder, Ernst Maus, Gerald Olemeyer, Axel und Karin Busse, Helmut Selter. Das Andenken an sie werde in Ehren gehalten, hieß es, auch durch die weitere Arbeit für das Museum.

Die Ausstellungen zeigen sich nach dem Umzug in die Bahnhofstraße 23 und einer gerade erfolgten Renovierung in neuer Form: Nach Themen geordnet in acht Räumen, mit regelmäßigen Öffnungszeiten.

Für diese ehrenamtliche Dauerleistung dankte Ertner u.a. Ute Telemann, Renate Schulze, Ingrid und Rene Poppe, Uwe und Frank Heimburger sowie Ottmar Hemm. "Ihr macht damit das Bestehen des Museums erst möglich", so Ertner an die Geehrten, denn von den Eintrittsgeldern können Miete und Nebenkosten bezahlt werden.

Auf die Richtigkeit der Finanzen achtet Petra Löser, und Wilfried Meinicke hat die historischen Fahrzeuge neu mit Farbe versehen, die auf dem Bahnhof zu besichtigen sind. Auch ihnen dankte der Vereinschef ebenso wie Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß (CDU) für dessen stete Unterstützung. Mathias Fuhs kümmert sich um die Internet- und Facebook-Präsentation des Vereins. Ertner: "So steigt unsere Bekanntheit weiter an, und die Stadt kann sich mit uns über viele weitere Besucher freuen."