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Frühjahrsputz bringt Spenden ein Neue Spielgeräte durch Müllsammeln: 1.240 Euro für Zerbster Grundschulen

Kinder der Zerbster Grundschulen sammeln beim Frühjahrsputz in der Stadt mehr als 140 Säcke Müll und Unrat. Und werden dafür belohnt.

Von Thomas Kirchner 05.04.2025, 06:45
Bei den Kindern und Lehrern der Zerbster Grundschulen ist die Freude natürlich groß. Sie wissen auch schon, wofür sie das Geld ausgeben.
Bei den Kindern und Lehrern der Zerbster Grundschulen ist die Freude natürlich groß. Sie wissen auch schon, wofür sie das Geld ausgeben. Foto: Thomas Kirchner

Zerbst. - Kürzlich sind in Zerbst und den Gemeinden wieder zahlreiche Freiwillige ausgerückt, um bei der Aktion „Frühjahrsputz“ die Stadt, die Dörfer sowie Wald, Feld und Flur von illegal entsorgtem Müll zu befreien. Sandra Köhler, Inhaberin der Katharina-Apotheke auf der Breite, hatte bezüglich dieser Aktion eine ganz besondere Idee.

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„Wir verkaufen jedes Jahr einen Kalender, um mit dem Verkaufserlös Vereine oder wohltätige Aktionen zu unterstützen. Dieses Mal haben wir den Zerbster Grundschulen pro gesammelten Sack Müll 10 Euro in Aussicht gestellt, maximal 200 Euro je Schule“, erklärt Köhler.

Zerbster Schüler beteiligen sich auch ohne Belohnung an der Aktion

Und die Belohnung fand Anklang bei den Schulen, obwohl sie sich ohnehin an Müllsammelaktionen beteiligen, auch ohne Belohnung, wie von den Lehrkräften zu hören war. „Immerhin konnten wir insgesamt 1.240 Euro verteilen für mehr als 140 Säcke mit eingesammeltem Müll und Unrat“, freut sich Köhler. Und die Freude ist ganz auf der Seite der Schulen.

So konnten sich die Grundschulen An der Stadtmauer und Walternienburg über 280 Euro (28 Säcke), Astrid Lindgren über 200 Euro (38), Lindau über 200 Euro (mehr als 20), Dobritz über 100 Euro (10), Steutz über 200 Euro (20), St. Bartholomäi über 130 Euro (13) und die Schule Am Heidetor ebenfalls über 130 Euro (13) freuen.

Neue Spielgeräte, Tanzprojekt und Renovierung des Hortes

Die meisten der Schulen wissen auch schon, was sie mit dem „Geldregen“ anfangen wollen. So sollen für den Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule unter anderem Spielgeräte angeschafft werden. In Lindau fließt das Geld in ein anstehendes Tanzprojekt. In Steutz soll der Hort renoviert werden. Auch hier freut man sich über den Geldsegen. Die Steutzer Kita soll auch nicht leer ausgehen, wie zu hören war. In der Schule Am Heidetor muss man für einige Projekte Eigenmittel aufbringen. Auch hier ist das Geld gut angelegt.

Beim Grundschulverbund An der Stadtmauer und An der Nuthe Walternienburg weiß man noch nicht, was mit den 280 Euro geschehen soll. „Wir werden uns zusammensetzen und beraten. Ich bin mir sicher, dass auch wir schöne Projekte finden werden, wofür wir das Geld sinnvoll einsetzen können“, sagt Schulleiterin Manuela Aretz.

Übrigens: Die Einnahmen aus dem Kalenderverkauf beliefen sich auf 986 Euro. „Den restlichen Betrag habe ich aufgestockt. Ich freue mich, dass wir dieses Mal die Jüngsten etwas unterstützen konnten", so Sandra Köhler.