Nahostkonflikt Brandenburger Tor leuchtet orange – Berlin gedenkt Geiseln
Drei Opfer der Hamas wurden am Mittwoch in Israel unter großer Anteilnahme beigesetzt. Auch in Berlin gab es eine besondere Geste des Gedenkens an die ermordeten israelischen Geiseln.

Berlin - Aus Solidarität mit den israelischen Geiseln der Hamas ist das Brandenburger Tor in Orange beleuchtet worden. Anlass war die Beisetzung der von den Hamas-Terroristen ermordeten Mitglieder der Familie Bibas in Israel, wie die Berliner Senatskanzlei mitteilte.
Die in Geiselhaft der islamistischen Hamas getötete Schiri Bibas und ihre beiden Söhne Kfir und Ariel wurden am Mittwoch in Israel beigesetzt. Alle drei hatten unter anderem die deutsche Staatsangehörigkeit.
Brandenburger Tor als leuchtendes Mahnmal
Das Berliner Wahrzeichen wurde mit den Schriftzügen „Never Forget“ (Niemals vergessen) und „Bring Them Home Now“ (Bringt sie jetzt nach Hause) angestrahlt.
Zum Zeitpunkt ihrer Entführung war Ariel vier Jahre alt, Kfir zehn Monate. Videoaufnahmen der verängstigten Mutter mit ihren beiden rothaarigen Söhnen, die während der Entführung entstanden, gingen um die Welt. Sie wurden zu Symbolen des beispiellosen Massakers, das den Gaza-Krieg auslöste und in dem Zehntausende Palästinenser getötet wurden.
Verwechslung sorgt für Empörung
Die Leiche der Mutter war am vergangenen Freitag von der Hamas übergeben worden – einen Tag nach den sterblichen Überresten ihrer Kinder. Zuvor hatte die Hamas dem Roten Kreuz zunächst den Körper einer unbekannten Frau ausgehändigt. Diese Verwechslung – ob absichtlich oder versehentlich – sorgte in Israel für große Empörung.
Medienberichten zufolge nahmen Zehntausende in Israel an einem öffentlichen Trauerzug für die drei Hamas-Opfer teil.
Nach einer forensischen Untersuchung der Leichen der Kinder hatte die israelische Armee vor einigen Tagen mitgeteilt, die beiden kleinen Jungs seien im November 2023 von ihren Entführern brutal ermordet worden. Nach Darstellung der Hamas wurden sie dagegen bei einem israelischen Luftangriff getötet.