Rechtsmittel eingelegt Drei Tote nach Naumburger Kirschfest: Urteil wird überprüft
Drei junge Menschen starben bei dem Unfall im vergangenen Sommer, als ihr Auto nach dem Naumburger Kirschfest von der Straße abkam. Der Fahrer hatte Alkohol getrunken und wurde verurteilt.

Naumburg - Das Urteil nach dem tödlichen Unfall beim Naumburger Kirschfest wird noch einmal überprüft. Der zu zwei Jahren Haft verurteilte Unfallfahrer habe Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, teilte die Staatsanwaltschaft Naumburg (Burgenlandkreis) mit.
Es sei nicht näher bezeichnet worden, ob es sich um eine Berufung oder um eine Revision handele. Bei einer Berufung wird der Fall in der nächsten Instanz neu verhandelt, wobei Beweise erneut aufgenommen werden können und der Sachverhalt überprüft werden kann. Eine Revision hingegen beschränkt sich auf die Überprüfung des Urteils auf Rechtsfehler und Verfahrensverstöße, ohne dass neue Beweise erhoben werden.
Drei junge Menschen starben im vergangenen Juli bei dem Unfall
Vor zwei Wochen war der damals 43 Jahre alte Unfallfahrer vom Amtsgericht Naumburg zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Der Mann war nach Auffassung des Gerichts mit knapp 90 Kilometer pro Stunde auf feuchter Fahrbahn in eine scharfe Kurve gefahren und habe die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Der Unfall ereignete sich im Juli 2024 auf der Landstraße nach Schönburg nach dem Naumburger Kirschfest.
Beim Fahrer wurde fast ein Promille Alkohol gemessen. Ein Sachverständiger sprach von einem „typischen alkoholbedingten Fahrfehler“. Die drei jungen Menschen auf der Rückbank – zwei Frauen (19) und ein Mann (21) – starben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer hatte die Tat zu Beginn des Prozesses zugegeben und die Angehörigen um Verzeihung gebeten.