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Heizen Energieminister: Land bei Wärmewende auf einem guten Weg

Wie heizen die Menschen in Sachsen-Anhalt? Das Statistische Landesamt hat dazu Daten vorgestellt. In einem Punkt sticht Sachsen-Anhalt heraus.

Von dpa 02.04.2025, 12:47
In Sachsen-Anhalt wurde zuletzt in den meisten Wohnungen mit Gas geheizt. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt wurde zuletzt in den meisten Wohnungen mit Gas geheizt. (Symbolbild) Sina Schuldt/dpa

Halle - Umwelt- und Energieminister Armin Willingmann (SPD) sieht Sachsen-Anhalt bei der Umstellung beim Heizen auf einem vernünftigen Weg. Vor allem bei Neubauten habe der Ausbau der Erneuerbaren eine hohe Relevanz, sagte Willingmann. „Unser Dilemma besteht in den Bestandsbauten.“ Hier müssten sich die Menschen auf Sicht umstellen, wie Heizungen betrieben werden. „Je älter die Heizung ist, umso unwirtschaftlicher wird das in Zukunft.“ 

In Sachsen-Anhalt waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Mai 2022 die meisten Wohnungen mit einer Zentralheizung ausgestattet. Etwa 60 Prozent der Wohnungen nutzten eine zentrale Wärmequelle im Keller, sagte der Präsident des Statistischen Landesamtes, Michael Reichelt. 

Insgesamt verfügten knapp 750.000 Wohnungen im Land über eine Zentralheizung. Zweithäufigste Heizungsart ist den Angaben des Zensus zufolge die Fernheizung mit mehr als 25 Prozent. Hier liege Sachsen-Anhalt auch deutlich über dem Bundesschnitt von 15 Prozent. 

Willingmann: Bezug von Gas aus Russland derzeit nicht realistisch

Generell dominiere Gas als Energieträger, sagte Reichelt. Solarenergie, Wärmepumpe oder Geothermie seien noch unterrepräsentiert, bekämen aber immer größere Bedeutung vor allem bei Neubauten. Ein Problem von Sachsen-Anhalt sei, dass der Gebäudestand relativ alt sei. Mehr als 51 Prozent der Gebäude seien vor 1950 errichtet worden. Im Bundesschnitt seien es nur 25 Prozent. 

Energieminister Willingmann setzt beim Umbau der Heizungen auf einen Energiemix. Viele Kommunen im Land hätten sich bereits auf den Weg gemacht, Wärmepläne zu erstellen. Damit könnten Hausbesitzer dann auch ihre eigene Versorgung besser planen und anpassen.

Den erneuten Bezug von Gas aus Russland hält Willingmann im Moment für nicht realistisch. Die frühere Abhängigkeit dürfe nicht wieder geschehen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass bei einer Normalisierung der Lage in der Ukraine irgendwann einmal wieder russisches Gas Teil des Energiemixes sei. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies aber nicht denkbar.