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Kulturerbe Gold- und Silberschmiedehandwerk immaterielles Kulturerbe

Die Bearbeitung der Edelmetalle Gold und Silber hat auch in Brandenburg eine lange Tradition. Nun wird das Handwerk als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Die Bewerbung kommt aus Brandenburg.

Von dpa 26.03.2025, 15:19
Das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist ins immaterielle Kulturerbe aufgenommen worden. (Symbobild)
Das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist ins immaterielle Kulturerbe aufgenommen worden. (Symbobild) Leonie Asendorpf/dpa

Potsdam - Das Gold- und Schmiedehandwerk ist zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands ernannt worden. Die Bewerbung bei der Unesco sei vom in Cottbus ansässigen Zentralverband der Deutschen Goldschmiede und Silberschmiede eingereicht worden, hieß es in einer Mitteilung des Kulturministeriums. Dieses Handwerk wird aktuell bundesweit in etwa 5.600 Betrieben ausgeführt.

Größter vorgeschichtlicher Goldfund aus Brandenburg

In Brandenburg gingen viele Goldschmiedinnen und Silberschmiede diesem alten Handwerk nach, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). Immerhin käme der größte vorgeschichtliche Goldfund in Deutschland aus Brandenburg – genauer aus Eberswalde. „Unser Land ist eben nicht nur reich an Kiefern und Sand, sondern auch an kulturellen Ausdrucksformen, Bräuchen, Festen und Handwerkskünsten.“ 

Handwerk erlebte Blüte im Mittelalter

Die ältesten Funde des Schmiedehandwerks mit den Edelmetallen stammten aus der Zeit etwa 4.500 Jahre vor Christus. Im Mittelalter erlebte das Handwerk eine Blüte. Es entstanden überall in Deutschland Gold- und Silberschmiedegilden. Die Gold- und Silberschmiede arbeiten heute wie früher in meist kleineren Werkstätten.

Das immaterielle Kulturerbe repräsentiere lebendige Alltagskultur, die über Generationen weitergegeben werde, erklärte das Ministerium. Dazu zählten Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Bräuche und Feste sowie Naturheilkunde und Handwerkstechniken. In dem bundesweiten Verzeichnis gibt es inzwischen 168 Einträge. Für Brandenburg gehören dazu unter anderem die manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas in Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) und die Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben.