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Polizeiausbildung Hohe Abbrecherquote bei Polizei-Azubis in Brandenburg

Die Polizei will in den nächsten Jahren ihr Personal deutlich aufstocken. Es hakt jedoch an einigen Stellen. Zuletzt waren etwa die Abbrecherquoten bei den Auszubildenden recht hoch. Woran liegt das?

Von dpa 03.04.2025, 04:00
Knapp ein Drittel der Polizei-Azubis in Brandenburg brach in den vergangenen Jahren ihre Polizeiausbildung ab. (Symbolbild)
Knapp ein Drittel der Polizei-Azubis in Brandenburg brach in den vergangenen Jahren ihre Polizeiausbildung ab. (Symbolbild) Paul Zinken/dpa

Oranienburg - Die Polizei in Brandenburg hat in den vergangenen Jahren eine hohe Zahl an Ausbildungsabbrechern registriert. „Die Ausbildung haben in den vergangenen Semestern zumeist mehr als 30 Prozent der Auszubildenden nicht beendet“, sagte ein Sprecher der Polizeihochschule in Oranienburg. Den genauen Zeitraum ließ der Sprecher offen. Auch den Bachelor-Studiengang für den Gehobenen Dienst hätten zuletzt 25 Prozent der Studierenden vorzeitig abgebrochen.

Viele Abbrecher während der Pandemie

Insbesondere während der Corona-Pandemie sei die Abbrecherquote gestiegen, führte der Sprecher aus. Er beobachte aber, wie sich die Zahlen wieder bei niedrigeren Werten einpendelten.

Polizei will Zielzahl erreichen

In diesem Jahr plant die Polizei in Brandenburg 440 neue Anwärter für den Polizeidienst einzustellen. Im April nahmen 205 ihre Ausbildung oder ihr Studium auf. Bei der Einstellungsperiode im Herbst soll erneut in etwa eine solche Zahl an Neueinstellungen erreicht werden. „Lediglich im Jahr 2023 wurde das Einstellungsziel verfehlt, was insbesondere mit einem schwächeren Einstellungsjahrgang im Frühjahr zusammenhing, dem die Auswirkungen der Pandemiefolgen noch anzumerken waren“, erklärte der Sprecher.

Qualität der Azubis unterschiedlich

Über die Qualität der Anwärter könne kein pauschales Urteil gefällt werden, ergänzte der Sprecher. „Es gibt immer einige, die weniger oder mehr Voraussetzungen mitbringen.“