Kriminalität Männer verlieren Zehntausende Euro an Online-Finanzbetrüger
In einer Online-Anzeige wirbt ein Prominenter mit seinem Reichtum. Das Geheimnis: Kryptogeld. Ein Rentner will sein Glück probieren und fällt auf Betrüger herein. Er ist nicht das einzige Opfer.

Plauen/Zwickau - Ein Rentner aus Plauen ist von Finanzbetrügern um rund 95.000 Euro gebracht worden. Im Sommer 2024 stieß der Mann auf eine Anzeige im Internet, in der ein Prominenter angeblich über das Geheimnis seines Reichtums sprach, wie die Polizei mitteilte. Der Rentner eröffnete demnach ein Konto bei einer Kryptobörse - den Angaben zufolge nicht bei einer seriösen.
Laut Polizei überwies der Mann auf Anraten angeblicher Finanzexperten mehrfach Geld auf ausländische Konten. Zusätzlich transferierte ein anderes Betrugsopfer Geld auf das Konto des Rentners, das dieser weiterleitete. Dadurch habe sich der Rentner selbst strafbar gemacht: Gegen ihn werde wegen Geldwäsche ermittelt, wie es hieß.
Auch Mann aus Zwickau Opfer
Der Mann ist nicht der Einzige, der auf Finanzbetrüger reinfiel: Ein 58-Jähriger aus Zwickau wurde von Betrügern via Messenger-App kontaktiert. Er wurde überzeugt, über einen längeren Zeitraum einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag in Kryptowährungen zu investieren.
Das Geld wurde den Angaben zufolge über eine App ins Ausland überwiesen. Als der Geschädigte sich das Geld auszahlen lassen wollte, sei der Betrug aufgefallen.
Die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen den beiden Betrugsfällen und mahnte zur Vorsicht. Oft helfe schon eine kurze Internetrecherche, um herauszufinden, ob ein Anbieter in Deutschland zugelassen und seriös ist.