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Fußball-Bundesliga Pokalfinalist Stuttgart gelingt wieder ein Liga-Erfolg

Beflügelt vom Erreichen des Pokal-Finales hat Stuttgart auch in der Liga wieder Grund zum Feiern. Beim Abstiegskandidaten Bochum gewinnen die Schwaben deutlich, ein Spieler sticht besonders hervor.

Von Kaspar Kamp, dpa 05.04.2025, 17:34
Ermedin Demirovic lupft den Ball über Timo Horn zum 2:0 ins Netz.
Ermedin Demirovic lupft den Ball über Timo Horn zum 2:0 ins Netz. Fabian Strauch/dpa

Bochum - Der VfB Stuttgart hat drei Tage nach dem Erreichen des Pokalfinales auch in der Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit dem deutlichen 4:0 (2:0)-Erfolg beim abstiegsbedrohten VfL Bochum beendeten die Stuttgarter eine zuvor in der Liga sechs Spiele andauernde Sieglos-Serie. Julian Chabot (8. Minute) und Ermedin Demirovic (11.) trafen schon früh, ehe nach dem Seitenwechsel der überragende Demirovic noch zwei Tore (48./85.) erzielte.

Für die Bochumer ist die dritte Pleite in Folge im Kampf um dem Klassenerhalt ein bitterer Rückschlag. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking, die das letzte Mal vor rund vier Wochen ausgerechnet beim 3:2 gegen den FC Bayern München in der Liga punkten konnte, bleibt Tabellenvorletzter. Gegen eine spielstarke Stuttgarter Mannschaft, die am Mittwochabend durch ein 3:1 gegen RB Leipzig erstmals seit 2013 wieder ins DFB-Pokalfinale einzogen war, blieb das VfL-Team weitestgehend chancenlos.

Nicht zuletzt, weil den Stuttgartern keinerlei mögliche Auswirkungen nach den Feierlichkeiten rund um das Erreichen des Pokals-Finales anzumerken waren - im Gegenteil. Die Schwaben erwischten in Bochum einen Start nach Maß und legten früh den Grundstein zum Auswärtssieg.

Zwei schnelle Tore zum Spielbeginn

Innenverteidiger Chabot traf direkt nach der ersten Ecke zur Führung, die nur drei Minuten später Demirovic ausbaute. Der Angreifer war erst den Bochumer Abwehrspielern davongelaufen, dann lupfte er den Ball über Schlussmann Timo Horn. Beide Treffer hatte VfB-Kapitän Atakan Karazor eingeleitet.

Und mit der Führung im Rücken drängte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß bereits vor der Pause auf die Entscheidung. Aber Fabian Rieder (30.) traf nur den Pfosten.

Demirovic mit einem Dreierpack

Dafür bestätigte nur wenige Augenblicke nach dem Seitenwechsel Demirovic mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag seine gute Form. Bei der Hereingabe von Führich war Demirovic reaktionsschneller als sein Gegenspieler und bugsierte den Ball über die Linie. Wenig später wäre dem Angreifer beinahe der nächste Treffe gelungen, aber Torhüter Horn blieb im 1:1-Duell der Sieger (58.).

Die Bochumer bemühten sich im zweiten Durchgang trotz der Rückschläge zwar um den Anschlusstreffer, aber blieben in ihren Bemühungen erfolglos. Im Mittelfeld zu ideenlos und in der Offensive einmal mehr zu harmlos wurde es selten gefährlich in der Nähe des Stuttgarter Torraums. 

Und selbst als der Ball dann doch im Stuttgarter Tor lag, zählte der Treffer von Georgios Masouras nicht. Der Bochumer hatte zuvor den Ball dem am Boden liegenden Torhüter Alexander Nübel aus der Hand geschossen.

Treffsicherer war stattdessen auf der Gegenseite Demirovic, der wenige Minuten vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 4:0 seinen Dreierpack schnürte und dafür sorgte, dass Stuttgart drei Tage nach dem Einzug ins Pokal-Endspiel auch in der Liga wieder jubeln durfte. Und das, obwohl Trainer Hoeneß auf die gesperrten DFB-Nationalspieler Angelo Stiller und Maximilian Mittelstädt sowie auf Ameen Al-Dakhil und kurzfristig auch auf Stürmer Deniz Undav (Magen-Darm-Infekt) verzichten musste.