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Bäderbetriebe Bis zu elf Euro Eintritt - Bäder führen neue Preise ein

Die Eintrittpreise für die Berliner Schwimmbäder sind seit vielen Jahren stabil. Jetzt gibt es grundlegende Veränderungen.

Von dpa 26.03.2025, 12:09
„Wir haben eigentlich in allen Gegenden Berlins Bäder aller Kategorien“, sagte Kleinsorg.
„Wir haben eigentlich in allen Gegenden Berlins Bäder aller Kategorien“, sagte Kleinsorg. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlin - Wer in Berlin schwimmen gehen will, muss sich ab dem 5. Mai auf zum Teil deutlich höhere Eintrittspreise einstellen. Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) führen ein umfassend überarbeitetes Preismodell ein, das sich nach Art des Bades, Dauer des Aufenthalts und Zeitpunkt der Buchung richtet. In der Spitze kann ein Tagesticket fürs Hallenbad dann bis zu 11,50 Euro kosten, wie die BBB bei einer Pressekonferenz mitteilten.

Die Hallenbäder und Sommerbäder werden in drei Kategorien eingeteilt. Der Besuch eines kleinen Bades, ohne besondere Attraktionen, wird weniger kosten als der Besuch eines Bades, das mehr bietet - etwa einen Whirpool oder eine Rutsche. Außerdem können in den Hallenbädern bald Tickets für 90 Minuten, 150 Minuten oder den ganzen Tag gekauft werden. Die Tickets können bis zu sieben Tage vorher gekauft werden und sind nicht zeitgebunden.

Ein Beispiel: Im Stadtbad Tempelhof (Kategorie 3) gibt es ab dem 5. Mai Ganztagestickets für 6 Euro, im Stadtbad Tiergarten (Kategorie 2) werden es 6,50 Euro und im Stadtbad Lankwitz (Kategorie 1) 11,50 Euro. 

Das ist für die Freibäder geplant

Ein Tagesbesuch des Sommerbads Staaken-West (Kategorie 3) kostet künftig nicht mehr 5,50 Euro, sondern 6 Euro. Der Preis für das Strandbad Wannsee (Kategorie 2) steigt um 1 Euro und kostet künftig ohne Ermäßigung 6,50 Euro. Im Sommerbad am Insulaner (Kategorie 1) zahlen Besucher bald regulär 7 Euro und damit 1,50 Euro mehr als bisher.

Bei einer Online-Buchung werde es in den Freibädern Rabatte zwischen 5 und 20 Prozent geben, sagte Ricardo Haas, BBB-Betriebsleiter. „Je früher ich mich für den Badbesuch entscheide, umso höher ist der Rabatt“, erklärte er. Günstiger werde es auch, wenn nur wenig los sei. Besucher müssen sich allerdings auf ein bestimmtes Zeitfenster festlegen. Der Eintritt sei dann aber garantiert, sagte BBB-Sprecherin Kristina Tschenett. Das sei bisher nicht so gewesen.

Kurzzeitschwimmen kann günstiger werden

In den Hallenbädern richteten sich die Preise bislang nach der Uhrzeit. Im Stadtbad Tempelhof kostet der Eintritt bisher bis zum Nachmittag 3,50 Euro und im Haupttarif 5,50 Euro. Mit dem neuen Preismodell können Besucher, die nur kurz bleiben wollen, künftig in einigen Fällen sparen: In der Kategorie 3 kostet ein 90-Minuten-Ticket zum Beispiel 4 Euro und ein 150-Minuten-Ticket 5 Euro.

Deutlich teurer wird das Ticket Badespaß, ein Tagesticket für drei Personen, darunter mindestens ein Erwachsener und ein Kind. Es steigt überall um mehrere Euro an. Im Stadtbad Neukölln (Kategorie 1) kostet das Ticket bald 19 Euro - 10 Euro mehr als bisher. In der Kategorie 3 werden ab Mai 11 Euro fällig. Dazu zählt zum Beispiel das Schwimmbad Baumschulenweg, wo das Ticket bisher 9 Euro kostete.

Auch ermäßigte Tickets steigen

Alle neuen Preise und Kategorien finden Besucher auf der Website der Berliner Bäder-Betriebe. Für alle Bäder gibt es nach wie vor ermäßigte Tickets, deren Preise allerdings auch steigen.

Die BäderCard, eine Art Abo für Stammkunden, wird laut der BBB ab dem 5. Mai nicht mehr angeboten. Alternativ gebe es ab Dezember eine Club-Mitgliedschaft in drei verschiedenen Nutzungskategorien. 

Ziel sind höhere Einnahmen

Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe, begründete die Anpassung vor allem mit einer „Verbesserung der Wirtschaftlichkeit“ - also dem Ziel, mehr Geld einzunehmen. Außerdem solle die Auslastung besser geregelt und die Wartezeit verkürzt werden.

Werden Besucher aus bestimmten Bezirken künftig benachteiligt, weil das Schwimmbad um die Ecke zu einer teureren Kategorie gehört? „Wir haben eigentlich in allen Gegenden Berlins Bäder aller Kategorien“, meinte Kleinsorg dazu.

Freibadsaison soll Ende April losgehen

Das erste Sommerbad soll nach Angaben von Haas Ende April öffnen. Das Wasser könnte dann deutlich kälter sein als sonst. Aufgrund von Sparmaßnahmen werden die Außenbecken nicht beheizt, wie die BBB kürzlich bekanntgaben. Zu Beginn der Saison könnte die Wassertemperatur knackige 12 bis 15 Grad haben, schätzte Kleinsorg.