Wirtschaftspolitik Steinbach für Erhalt des Reifenwerks

Potsdam - Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach will die geplante Schließung des Goodyear-Reifenwerks in Fürstenwalde abwenden. „Ich werde morgen zur Betriebsversammlung fahren und mich direkt an die Geschäftsführung wenden“, kündigte der SPD-Politiker am Mittwoch in der Fragestunde des Landtags an. Sein Ziel sei es, Schaden von den betroffenen Mitarbeitern und ihren Familien abzuwenden. Goodyear will die Reifenproduktion in Fürstenwalde in vier Jahren einstellen und 750 Stellen abbauen.
„Die Schließung soll Ende 2027 sein - Zeit, die Geschäftsführung von einem anderen Weg zu überzeugen“, sagte Steinbach. Dazu habe er einen Fragenkatalog zur wirtschaftlichen Lage an die Geschäftsführung geschickt. „Ich kann erst tätig werden, wenn die Informationen auf dem Tisch liegen.“
In Fürstenwalde soll ein kleiner Teil des Standorts erhalten bleiben: Dort werden Gummimischungen hergestellt und an die anderen Goodyear-Werke in Europa geliefert. Zudem soll die Reifenproduktion in Fulda geschlossen werden. Als Gründe für die schwierige Situation wurden etwa Billigimporte aus Asien und der Inflationsdruck genannt.