Heizung Thüringer Bauherren entscheiden sich zumeist für Wärmepumpen
Beim Wohnungsneubau in Thüringen sind Öl- und Gasheizungen inzwischen ein Auslaufmodell. Die Zahl der mit Wärmepumpen oder Solaranlagen beheizten Häuser steigt.

Erfurt - Der Großteil der neu gebauten Wohnungen in Thüringen wird primär mit regenerativen Energien beheizt. Von den im vergangenen Jahr 678 neu geplanten Wohngebäuden werden 87,3 Prozent mit Wärmepumpen, Solaranlagen und Co ausgestattet, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Das sei im Vergleich zum Jahr zuvor eine Zunahme von 2,1 Prozent.
Bauherren wählen vor allem Wärmepumpen, die für rund 80 Prozent der neuen Wohngebäude vorgesehen seien. Überwiegend sollen dabei
Luft-Wasser-Wärmepumpen die Räume heizen, wie es hieß. Mit Hilfe von Sonnenenergie, Holz und aus Biomasse werden mehr als 7,2 Prozent der Neubauten erwärmt.
Für Öl, Gas und Strom entscheiden sich hingegen immer weniger Bauherren im Freistaat. Nur in 10,3 Prozent (2023: 11,4 Prozent) oder 70 neuen Wohngebäuden sollen diese konventionellen Energiequellen genutzt werden. Die Gasheizung verliert den Angaben nach mit einem Anteil von 5,8 Prozent als primäre Heizungstechnik am deutlichsten an Bedeutung. Mit Fernwärme werden 15 der geplanten Wohngebäude beheizt.
Entscheiden sich die Bauherren für eine Zusatzheizung, so sei es zu 27,3 Prozent eine Heizung aus erneuerbaren Energien, hieß es. Konventionelle Energien werden sekundär in 26,5 Prozent der neuen Wohngebäude als Wärmespender dienen.