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Zweitägige Suche nach ausgebüxtem Tier im Bördekreis Alpaka-Hengst "Peppi" beendet Ausflug auf einer Pferdekoppel

12.07.2012, 03:20

Angern (bst) l Der eineinhalbjährige Alpaka-Hengst "Peppi" ist wieder zu Hause. Gestern früh war das Tier auf einer Pferdekoppel am Ortsrand von Angern (Landkreis Börde) entdeckt worden.

"Peppi" war am Montagmorgen gemeinsam mit dem sechsjährigen Muttertier "Püppi" aus seinem Gehege in der Reitanlage Angern ausgebrochen. Während "Püppi" bald darauf im Ort wieder eingefangen werden konnte, blieb der zweite Ausreißer verschwunden. Polizei, Revierförster und Jäger suchten vergeblich nach dem Tier.

"Schon früh um 5 Uhr machte ich mich mit dem Fahrrad wieder auf die Suche", berichtete Michaela Schulze gestern der Volksstimme. Doch sie fand keine Spur von "Peppi". Um 7.45 Uhr dann ein Anruf. Landwirt Klaus Horstmann aus Angern war ganz aufgeregt. "Dein Alpaka befindet sich auf meiner Pferdekoppel."

Sofort eilte Michaela Schulze zur Koppel. Der Alpaka-Hengst hatte sich zwar Respekt bei den Pferden verschafft, war aber nach den Strapazen der 48-stündigen Flucht sehr scheu. "Nicht einmal mit Leckerli ließ er sich anlocken", schilderte Michaela Schulze die ersten Momente.

Doch sie hatte eine Idee. Sie holte Muttertier "Püppi". Beide Tiere kommunizierten mit ihren eigenartigen kehligen Lauten miteinander. "Dann trabte ,Peppi\' an und ließ sich von mir an seinem Halfter widerstandslos abführen", so eine glückliche Michaela Schulze.

Vorerst müssen sich "Peppi" und "Püppi" im Stall aufhalten. "Sie sollen erst einmal wieder zur Ruhe kommen", so die Halterin. Sie vermutet, dass eine Ziege die beiden Alpakas so erschreckt hat, dass sie den 1,60 Meter hohen Gatterzaun trotz einer Elektrosicherung überwunden haben. "Alpakas haben keine Angst vor Pferden, Katzen oder Hunden, aber bei Ziegen bekommen sie Panik", erklärte Michaela Schulze.