Handel in Sachsen-Anhalt Verdi setzt Streiks fort - Diese Städte und Supermärkte sind betroffen
Fast ein Jahr zieht sich der Tarifkonflikt im Einzelhandel schon hin. Von Donnerstag bis Samstag kommt es unter anderem in Magdeburg und Halle zum Streik bei Kaufland, Edeka und weiteren Firmen. Welche Städte und Geschäfte in Sachsen-Anhalt betroffen sind.

Magdeburg/Halle (Saale)/dpa. - Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Sachsen-Anhalt erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Diese sollen von Donnerstag, 14. März, bis Samstag, 16. März, dauern, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Die Kaufland-Filialen in Magdeburg, Halle, Bernburg und Dessau-Mildensee gehören ebenso dazu wie die Edeka-Center im Magdeburger Domviertel und im Bördepark, in Schönebeck und in Haldensleben. Mit Ikea Magdeburg und Marktkauf in Burg sind weitere Firmen vom Streikaufruf tangiert.
Verdi-Streiks im Einzelhandel: Magdeburg, Halle und weitere Städte Sachsen-Anhalts betroffen
„Unsere Streiks im Einzel- und Versandhandel sowie im Groß- und Außenhandel zeigen Wirkung. Es ist offensichtlich, dass der Handelsverband Deutschland (HDE) mit seiner Ankündigung, freiwillige Lohnanhebungen vorzunehmen, den Streikwillen brechen möchte. Diese Strategie wird nicht aufgehen. Freiwillige Wohltaten können jederzeit widerrufen werden, tarifvertragliche Regelungen sind dagegen rechtsverbindlich“, sagt der Fachbereichsleiter für den Handelsbereich, Torsten Furgol.
Der Tarifkonflikt läuft nach Angaben des Einzelhandelsverbands bereits seit elf Monaten, in denen es bundesweit mehr als 60 Tarifrunden gegeben hat.
Streiks im Einzelhandel in Sachsen-Anhalt: Gewerkschaft Verdi fordert mehr Lohn
Der Einzelhandelsverband hatte zusammen mit seinen Landesverbänden Anfang März bekannt gegeben, dass die Mitgliedsunternehmen freiwillig eine Erhöhung der Entgelte durchführen könnten. Die Unternehmen seien unterschiedlich hart von der Kaufzurückhaltung und den aktuellen globalen Konflikten betroffen, hieß es. Daher könnten voraussichtlich nicht alle Unternehmen mitziehen.
Die Gewerkschaft kritisiert das Angebot des Handelsverbands. "Freiwillige Wohltaten können jederzeit widerrufen werden, tarifvertragliche Regelungen sind dagegen rechtsverbindlich", sagte Torsten Furgol.
Der Streikstandort ist am Donnerstag das E-Center Magdeburg im Bördepark und am Freitag der Marktkauf in Burg.