Triathlon Magdeburger dominieren am Arendsee / RIEMER-MTC baut Landesliga-Führung aus Blitz und Donner bremsen Fischer nicht
Das vorletzte Rennen der Triathlon Landesliga am vergangenen Samstag in Arendsee wurde zugleich als Landesmeisterschaft über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) ausgetragen.
Arendsee/Magdeburg l Noch bei Sonnenschein bestiegen die 150 Teilnehmer den Raddampfer "Queen Arendsee", der die Triathleten traditionell zum Start bis fast ans andere Ufer des Arendsees fährt. Nach einem beherzten Sprung ins Wasser und Aufstellung an der durch Bojen markierten Startlinie hieß es, 1500 m "einfach" nur geradeaus an Land zu schwimmen. Zu diesem Zeitpunkt wehte zwar schon ein kräftiger Wind von der Seite, doch die Sicht war gut und die Wellen fast zu vernachlässigen.
Schnell setzten sich die Schwimmspezialisten An-dreas Suck (USC Magdeburg), Alexander Brennecke (SV Nienhagen) und Martin Fischer (RadMitte-trimago) von den Verfolgern ab. In der zweiten, langgezogenen Gruppe waren mit Thomas Röver und Ulf Starke (beide RIEMER-MTC), Maik Köhler, Markus Wirth und Christian Damboldt (alle USC) sowie Patrick Lücke und Steffen Sprungk (beide TV Sangerhausen) dann auch schon alle Athleten mit Chancen auf vordere Plätze vertreten, jedoch mit mehr als zwei Minuten Rückstand schon nach dem Schwimmen sollte es schwer werden.
Der Wind frischte derart auf, dass das langgezogene Feld weit abtrieb und dadurch einen großen Bogen schwamm. Zunehmender Wellengang und einsetzender Gewitterregen machte es schwerer, den Ausstieg am Ufer zu erkennen. Die Sicherungsboote von Polizei und Wasserwacht fuhren hinaus und begannen, erschöpfte Schwimmer aus dem Rennen zu nehmen. Der Veranstalter dachte kurzzeitig über einen Abbruch der Veranstaltung nach.
Während die einen noch mit den Wellen kämpften, hatten die anderen mit orkanartigen Böen, Starkregen und Hagel auf dem Rad zu kämpfen. Bis zur ersten Wende bei gut sechs Kilometern direkt gegen den Wind, um dann auf der Rückenwindstrecke bei fast 50 km/h erstmals durchatmen zu können. Fischer übernahm bald die Führung und setzte sich recht deutlich von Suck und Brennecke ab. Auch von hinten konnte niemand den Abstand verkürzen und so nahm Fischer mit beruhigenden zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Brennecke die Laufstrecke rund um den Arendsee in Angriff.
Es folgten Starke und Sprungk und noch einmal zwei Minuten dahinter Röver. Dieser hatte jedoch noch längst nicht aufgegeben und sammelte die vor ihm Liegenden einen nach dem anderen ein. Er lief zunächst als Vierter ins Ziel, profitierte jedoch von einer Zeitstrafe gegen Sprungk und wurde am Ende noch Dritter und damit Vizelandesmeister. Starke, mit einem erneut ausgezeichneten Rennen, lief auf Gesamtplatz vier ein und errang damit Bronze in der Landesmeisterschaft.
Das Rennen der Damen gewann Meike Gutberlet (Bodenteich) vor Eleanor Horn (Berlin) und Doreen Lücke (Tangermünder LV). Beste Magdeburgerin war Katja Albrecht (USC) auf Platz sechs.
Der MTC baute mit einem erneuten Tagessieg die Führung in der Tabelle auf komfortable 44 Punkte aus, da der auf Platz zwei liegende TV Dessau komplett außer Form ist und nun in zwei Wochen in Löderburg um den zweiten Platz bangen muss. Der USC Magdeburg kam mit Damboldt (7.), Hellmann (9.) und Köhler (16.) auf den zweiten Platz vor RadMitte-trimago mit Fischer (1.), Mädicke (27.) und Pankonien (46.).
Mit einer vergleichbaren Leistung in Löderburg ist für den USC sogar noch Platz zwei der Landesliga möglich, da Dessaus Trainer Kühnelt nach mehreren Ausfällen Besetzungsprobleme für Löderburg ankündigte. Sollte RadMitte-trimago mit Fischer, Kleinsteuber und dem nach Krankheit wiedergenesenem Friedrich antreten, wäre Platz drei noch möglich.