Fußball, 1. Hauptrunde im Landespokal: FC Einheit Wernigerode - FC Grün-Weiß Piesteritz 0:3 (0:1) Hasseröder trotz Pokalaus mit einer couragierten Vorstellung
Der FC Einheit Wernigerode ist in der 1. Hauptrunde des Fußball-Landespokals ausgeschieden. Die Hasseröder mussten sich dem Oberliga-Aufsteiger FC Grün-Weiß Piesteritz im heimischen Stadion an der Mannsberg-straße erwartungsgemäß mit 0:3 (0:1) geschlagen geben.
Wernigerode. Der FC Einheit wollte das Spiel so lange wie möglich offen gestalten. So wurde die Defensive durch den etatmäßigen Stürmer André Kopp gestärkt, der im Verlauf der Vorbereitung in der Innenverteidigung sein Können bereits mehrfach unter Beweis gestellt hatte. Piesteritz setzte den tiefstehenden Gastgeber wie erwartet mit energischem Pressing sofort unter Druck und suchte bereits frühzeitg die Entscheidung.
Bereits in der achten Minute musste der neue Kapitän André Helmstedt gegen den freistehenden Penev sein ganzes Können aufbieten, vier Minuten später war der Einheit-Keeper aber machtlos. Eine scharf getretene Flanke von rechts versenkte Penev aus Nahdistanz zur frühen Gästeführung.
Wer nun als Zuschauer ein Torfestival des Oberligisten erwartete, sah sich getäuscht. Die Gastgeber erholten sich schnell vom frühen Rückstand und ließen in der Folge kaum noch Möglichkeiten zu. Der Pokalfinalist der Vorsaison fand kaum ein Mittel, die kompakte Mannschaft des FC Einheit ernsthaft zu gefährden. Piesteritz hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, operierte jedoch zu umständlich und strahlte nur durch Standards Torgefahr aus. Nils Naujoks zirkelte einen Freistoß knapp neben das Tor (21.).
Die Hasseröder spielten nach Balleroberung zu ängstlich und ungenau - zu groß war der Respekt, ausgekontert zu werden. In der 40. Minute hatte Marco Oberstädt die einzige Möglichkeit im ersten Durchgang, er hämmerte eine präzise John-Flanke aus zehn Metern volley ans Außennetz.
In der Halbzeitpause nahm sich der FC Einheit vor, mutiger zu agieren - und diese Marschroute wurde prompt umgesetzt. Die Hasseröder hatten jetzt mehr Spielanteile, kombinierten gut aus der eigenen Abwehr und erreichten zeitweise Gleichwertigkeit. Vielleicht hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen, hätte Andreas John freistehend seinen Kopfball im Piesteritzer Gehäuse versenkt (60.).
Die Drangphase der FC Einheit eröffnete Piesteritz mehrere Kontermöglichkeiten, Ladislav Stefke und Penev kreuzten immer wieder gefährlich vor Helmstedt auf. Obwohl nach 65 Minuten auch André Kopp in den Angriff beordert wurde, fehlte es den Hasserödern an Entschlossenheit beim Abschluss. Als Oliver Hinkelmann freistehend zum 0:2 einköpfte (72.), war die Vorentscheidung gefallen.
Die Hasseröder gaben sich nicht auf, aber Martin Schrader per Kopfball (75.) und Oberstädt (80., Freistooß) verpassten den Anschluss. Stattdessen machte Penev mit einem Kontertor zum 0:3 (84.) alles klar.
FC Einheit Wernigerode: Helmstedt - Pape, Kopp, Ramme, Wiese, Golz, Leventyüz, John (68. Schrader), Schmidt, Wipperling (83. Wartenberg), Oberstädt;
Torfolge: 0:1 Vladimir Penev (12.), 0:2 Oliver Hinkelmann (72.), 0:3 Vladimir Penev (84.); Schiedsrichter: Christian Wesemann (Arnstein); Zuschauer: 101.