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Pferdesport: Reit- und Fahrturnier in Kakerbeck / Für jeden Geschmack ist etwas dabei Nachwuchs zeigt, dass er durchaus mithalten kann

Von Meike Schulze 01.09.2011, 06:28

Auf der Reitanlage des TuS Kakerbeck haben die Pferdesportler am Wochenende ihr Können unter Beweis gestellt. Dabei ging es sowohl im Springparcours, im Dressurviereck als auch bei den Gespannfahrern um die begehrten Schleifen.

Kakerbeck. "Es ist alles gut verlaufen. Nachdem uns das Wetter am Freitag und Sonnabend etwas im Stich gelassen hat, wurden wir am Sonntag wieder versöhnt, so dass wir sagen können, alles war einwandfrei", sagt Jörn Lindengrün. Der war als Vorsitzender der Sparte Pferdesport des TuS "Blau-Weiß" Kakerbeck sportlicher Leiter des Reit- und Fahrturniers, das am Wochenende auf der Reitanlage des Ortes über die Bühne ging.

Insgesamt an die 800 mal ertönte im Springparcours, Dressurviereck, das in der Reithalle eingerichtet war, und für die Gespanne das Startzeichen. Sportliche Glanzlichter waren im Grunde alle Wettbewerbe, richteten sie sich doch jeweils an andere Alters- und Leistungsklassen. Wobei sich die M*/**-Springen am Sonnabend und Sonntag ebenso als Zuschauermagneten erwiesen, wie die Geländefahrten der Leinenkünstler. Bei Letzteren mischten aus der Region gleich einige Teilnehmer erfolgreich mit. So gab es unter anderem gelbe Schleifen für Maximiliane Josten und Anne-Marie Schulz, die außerdem bei ihrem Vater Mario Schulz als Beifahrerin fungierte.

Das M*-Springen mit Stechen am Sonnabend entschied Stephan Lerche auf Dula für sich. Zum Abschluss der drei Turniertage war dann Frauenpower angesagt. Jana Windisch auf Flash Rouge holte sich nach zwei tadellosen Runden den Sieg im M**-Springen mit Siegerrunde und den Preis des Mazda-Meyer-Autohauses Klötze. Während Windisch 36,11 Sekunden für ihre zweite Nullrunde gebraucht hatte, war Armin Streiter auf Casablanca nach 39,47 Sekunden im Ziel und hatte ebenfalls alle Stangen in den Halterungen gelassen - Platz zwei. Sehr viel schneller war in der Siegerrunde Steffen Rossau auf Carpina unterwegs: 34,04 Sekunden. Allerdings standen bei ihm dann auch satte zwölf Punkte zu Buche, mit denen er nur noch Fünfter werden konnte. Die Hand nach der goldenen Schleife hatte auch schon Stephan Lerche ausgestreckt. Die Zeit stimmte: 36,02. Nur die vier Punkte für einen Abwurf passten nicht in das Konzept. So wurde Lerche nach zwei strafpunktfreien Reitern achtbarer Dritter und mit Goah (8/36,67) auch noch Vierter.

Der Reiternachwuchs bekam ebenfalls reichlich Gelegenheit, mit Können zu überzeugen. Als Siegerin in der vorletzten Juniorcup-Etappe konnte sich Sophie Wenzel feiern lassen. Sie gewann die Kombi-Wertung mit 13,60 Punkten, wozu maßgeblich ihr Sieg im E-Stilspringen beigetragen hatte. Vierbeiniger Partner ihres Erfolgs war Belfast. Mit 12,90 Zählern ritt sich Annemarie Koch auf Par Avion auf den zweiten Platz der Kombi-Wertung, dicht gefolgt von Carina Helmecke auf Laudatio (12,80). Dass die Jugendreiter auch schon locker mit den alten Hasen mithalten können, bewiesen sie unter anderem beim Mannschaftsspringen der Klasse A am Sonnabend vor dem großen Reiter- und Fahrerball. Gleich zwei der fünf Teams bestanden aus kernigem Reiternachwuchs und lieferten sich durch jeweils tadellose Ritte ein Rennen, das an Spannung kaum zu überbieten war. Am Ende ritten Annie Kamieth, Sandra Türpe, Philip Kremer und Fritz Meyer-Roschau als Mannschaft Engersen als Sieger vom Platz (0/124,09). Das Team Ristedt mit Jasmin Ulrich, Elfi-Anna Szugnatis, Sandra Staud und Carolin Stekla folgte dicht dahinter auf Platz zwei (0/126,72).

Insgesamt trugen die Reiter und Fahrer durch ihre ansprechenden Leistungen dazu bei, dass die Zuschauer abwechslungsreiche und sehenswerte Pferdesporttage erleben konnten, genau so, wie es sich der Vorsitzende des TuS "Blau-Weiß" Kakerbeck, Günter Bennesch, in seiner Eröffnungsrede gewünscht hatte.