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Verbandsliga: Rückschau der Serie 2010/2011 Vierter Platz für Arneburgs Frauen - Timme und Voß treffen siebenmal

Von Jeannette Heinrichs 11.06.2011, 06:32

Arneburg. Die Fußballerinnen von Rot-Weiß Arneburg haben ihre Verbandsliga-Saison 2010/2011 auf einem vierten Platz abgeschlossen. Für ihre erste Serie in der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt ist das ein beachtliches Ergebnis.

Dabei fing es für die Mannschaft um Trainer Rolf Michaelis eher bescheiden an. Die ersten drei Spiele (0:3 in Zeitz, 2:3 gegen Edlau, 0:1 bei Pouch-Rösa) waren Niederlagen. Die Rot-Weißen ließen jedoch nicht den Kopf hängen und zeigten im zweiten Heimspiel gegen den SV Merseburg eine geschlossene Mannschaftsleistung. Sie gewannen die Partie 4:2. Dass sie zu Hause den Grundstein für den vierten Platz legten, zeigt auch ein Blick auf die Heimtabelle. Von den acht ausgetragenen Begegnungen wurden nur zwei verloren (0:1 gegen Magdeburger FFC II, 2:3 gegen Rot-Schwarz Edlau) und sechs gewonnen. Das lag zum Teil auch daran, dass sie viel Unterstützung von ihren Zuschauern bekamen und dadurch noch mehr motiviert waren.

In den Auswärtsbegegnungen haperte es bei der Michaelis-Elf besonders. Nur ein Unentschieden, beim TSV Schochwitz (1:1), hat sie erkämpft. Woran lag diese eklante Auswärtsschwäche? "Wir haben die meisten Spiele nur knapp verloren und zudem unsere Chancen nicht ungenutzt. Oder wir waren von Anfang an nicht auf dem Platz gewesen und sind so frühzeitig einem Rückstand hinterher gelaufen", erklärt Michaelis die Situation.

Ansonsten war es für alle Beteiligten eine gute erste Verbandsligasaison. "Wir sind ein Platz über Plan. Unser Saisonziel war der fünfte Rang und den haben wir mit dem vierten natürlich übertroffen. Der große Zusammenhalt in der Mannschaft war ausschlaggebend. Es hat einfach alles gestimmt. Wir haben in allen Begegnungen gut mitgespielt, doch auswärts zu meist unglücklich verloren. Ein Dank geht zum Abschluss an unsere Zuschauer für die gute Unterstützung im Laufe der Saison", sagt Arneburgs Trainer Michaelis abschließend.

Eine im Rot-Weiß-Kader hat den Trainer aber besonders überzeugt: Jennifer Rose. Die Abwehrspielerin zeigte eine konstante Saison und spielte immer auf höchstem Nivaeu. Aber auch die beiden Sturmspitzen Pauline Voß und Kristin Timme waren immer gefährlich. Beide schossen im Verlauf jeweils sieben Tore.

Mit dem Neuzugang zur Halbserie, Victoria Stein, zeigte sich der Coach ebenfalls nicht unzufrieden. "Sie ist natürlich eine Verstärkung für uns", so Michaelis. Das bewies Stein auch mit vier eigenen Treffern und einigen Torvorlagen. Zudem führte sie zumeist Regie im Mittelfeld der Altmärkerinnen. Ebenfalls zur Halbserie stieß eine weitere erfahrene Spielerin ins Elbestädtchen. Kirsten Matschkus spielte mit Eintracht Walsleben bereits in der Verbandsliga und zu früheren Zeiten auch mit Eintracht Schinne. Sie konnte jedoch auf Grund einer Sperre erst im April 2011 spielen und schoss bei ihrem ersten Einsatz gleich ein Tor. In der kommenden Saison wird mit Sicherheit der eine oder andere Treffer noch dazu kommen.

Doreen Nilson und Romy Stach kommen

Die Planungen für die neue Saison 2011/2012 sind in Arneburg bereits im vollen Gange. Zwei Zusagen liegen bei Michaelis auf dem Tisch. Doreen Nilson (Walsleben) und Romy Stach (Klötze) stoßen zur Mannschaft. Mit zwei bis drei weiteren Spielerinnen ist der Coach noch im Gespräch. Sabine Bensel, zuvor Walsleben, wird sich eher der zweiten Mannschaft anschließen.

Was die Zuschauerbilanz angeht, haben die Arneburger eine Spitzenposition in der Frauenfußball-Verbandsliga. Waren es bis zum letzten Spieltag durchschnittlich 91 Personen, die den Platz an der Stendaler Straße säumten, so kamen zum letzten Match gegen Mitaufsteiger Abus Dessau 137 Zuschauer, so dass die Zahl insgesamt knapp über 100 liegen dürfte. In der kommenden Saison hoffen die Verantwortlichen auf eine ähnliche Bilanz.