Handball SCM zieht souverän in das Viertelfinale der Champions League ein
Zum dritten Mal in Folge gehört der SC Magdeburg zu den acht besten Handball-Mannschaften in Europa. Die Grün-Roten stehen nach einer Gala gegen Dinamo Bukarest im Viertelfinale der Champions League.

Dessau-Roßlau. - Der SC Magdeburg ist mit einer überragenden Leistung in das Viertelfinale der Champions League gestürmt. Nach dem 30:26 bei Dinamo Bukarest gewannen die Grün-Roten auch das Rückspiel gegen die Rumänen mit 35:29 (21:10). In der Runde der letzten acht geht es für die Elbestädter Ende April gegen KC Veszprém aus Ungarn um den Einzug in das Final 4 in Köln.
„Wir sind sehr stolz, uns zwei weitere Spiele erarbeitet zu haben. Unser Ziel war es, weiter in das Viertelfinale zu gehen. Wer unsere Gruppenphase gesehen hat, weiß, dass es alles andere als normal ist“, freute sich SCM-Trainer Bennet Wiegert: „Ich habe eine fantastische erste Halbzeit gesehen. Wir sind mit sehr viel Energie gestartet.“
Vor 2.424 Zuschauern in der Anhalt-Arena in Dessau-Roßlau, wo das Play-off-Rückspiel stattfinden musste, da die Getec-Arena belegt war, ließ der SCM von Beginn keine Zweifel am Weiterkommen. Magnus Saugstrup, Matthias Musche und Albin Lagergren sorgten für ein schnelles 3:0 (4.). Der Vorsprung nach Hin- und Rückspiel betrug damit bereits sieben Tore.
Bukarest versuchte anfänglich wie in der zweiten Hälfte des Hinspiel zwei Magdeburger oer Manndeckung aus dem Angriff zu nehmen. Doch darauf war Trainer Bennet Wiegert vorbereitet. Mit Philipp Weber als siebten Feldspieler zwang er den rumänischen Meister wieder in die defensivere Variante. Und so konnte der zuvor gedeckte Felix Claar zum 5:1 erhöhen (6.). Dinamo-Coach David Davis nahm seine ertse Auszeit.
Doch auch von dieser Unterbrechung ließen sich die Grün-Roten nicht in ihrem Rhythmus stören. Mit einer kompakten Abwehr inklusive starkem Sergey Hernandez im Tor (zehn Paraden, davon neun bis zur Halbzeit) sowie einer fast fehlerfreien Angriffsleistung bauten sie den Vorsprung kontinuierlich aus. Kurz vor der Pause erhöhteTim Zechel erstmals auf zehn Tore zum 19:9 (28.). Musche ließ schließlich den letzten Treffer zum 21:10-Pausenstand folgen. Es war im 27. Versuch der 21. Treffer des SCM.
SCM rotiert nach der Halbzeit
Zu Beginn des zweiten Abschntts rotierte Wiegert. Lukas Mertens und Daniel Pettersson kamen auf den Außenpositionen für Musche und Tim Hornke in die Partie. Sowohl offensiv als auch defensiv ließen die Magdeburger nun jedoch die letzte Konsequenz vermissen. Angesichts des 15-Tore-Polsters aus beiden Partien war dies aber nachzuvollziehen. Schließlich war das Play-off-Duell längst entschieden.
Die zusätzlichen Freiräume im Angriff nutzte Bukarest, um zu verkürzen. Das 14:21 (35.) war allerdings nur Ergebniskosmetik. Denn nach dieser kurzen Schwächephase schalteten die Gastgeber wieder einen Gang hoch. Lagergren stellte beim 26:16 wieder auf eine Zehn-Tore-Differenz (39.). Die konnte zwar nicht bis zur Schlusssirene gehalten werden, der Heimsieg in 60 Kilometer Entfernung von Magdeburg geriet aber nicht mehr in Bedrängnis. Omar Ingi Magnusson – mit acht Toren bester SCM-Werfer – sorgte per Siebenmeter für den 35:29-Endstand.
„Die erste Halbzeit war die Benchmark. Ich hätte mir gewünscht, dass wir auch die zweite Halbzeit gewinnen“, resümierte Wiegert. Doch das war nur eine Randnotiz, ergänzte der 43-Jährige: „Unterm Strich steht ein souveränes Weiterkommen. Und das ist das Wichtigste.“
In der Königsklasse geht es für den Titelträger von 2023 nun am 23. oder 24. April weiter. Dann genießen sie Heimrecht im Viertelfinal-Hinspiel gegen den Klub-Weltmeister KC Veszprém. Die Entscheidung, wer zum Final 4 am 14. und 15. Juni in Köln fährt, fällt eine Woche später in Ungarn.
Statistik zum Spiel
SCM-Tore: Magnusson 8/2, Claar 6, Musche 5, Lagergren 4, Kristjansson 3, Saugstrup 3, Zechel 2, Hernandez 1, Hornke 1, Mertens 1, Weber 1
Dinamo-Tore: Vujovic 6/4, Akimenko 3, Kasparek 3, Ladefoged 3, Rosta 3, Thrastarson 3, Langaro 2, Zein 2, Cupara 1, Djukic 1, Garcia 1, Lumbroso 1
Schiedsrichter: Alvarez Mata/Bustamante Lopez (Spanien)
Zuschauer in Dessau-Roßlau: 2.424
Strafminuten: 6 – 8
Siebenmeter: 2/2 – 4/5