Nächtliche Kontrolle an Rappbodetalsperre Harzer Polizei schreitet bei Tunnel-Treffen der Tuningszene ein
Der Tunnel vor der Staumauer der Rappbodetalsperre im Harz ist beliebt bei Fans getunter Fahrzeuge. Weil es hier so schön hallt, wird mächtig aufgedreht bei der Durchquerung. Warum am 22. März die Polizei auftauchte.

Rübeland/VS. - Der Tunnel im Verlauf der Landesstraße 96 an der Rappbodetalsperre war am Samstag wieder Treffpunkt zahlreicher Fans der Tuningszene. Was Beamte des Harzer Reviers auf den Plan rief.
Die Polizisten registrierten gegen 20.20 Uhr zahlreiche Personen und Fahrzeuge am Tunnel, der unter den Fans als „Soundröhre“ beliebt ist, teilte ein Polizeisprecher mit. Die etwa 350 Personen sowie 250 Fahrzeuge kamen aus Sachsen-Anhalt sowie den benachbarten Bundesländern. Zudem hatten sich viele Schaulustige im Bereich der Tunneleinfahrt und im Tunnel selbst auf der Straße und auf dem Gehweg versammelt.
Sogar Polizisten aus Magdeburg an der Harzer Talsperre im Einsatz
Die größtenteils unbekannten Fahrer sorgten für Lärmbelästigungen innerhalb und außerhalb des Tunnels, in dem sie Fehlzündungen verursachten und ihre Autos stark beschleunigten. Drei Fahrzeugführer wurden durch Beamte des Polizeireviers Harz kontrolliert und müssen nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen, so der Sprecher des Halberstädter Reviers weiter.
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Die Situation am 220 Meter langen Tunnel entspannte sich erst durch größere Polizeipräsenz, wobei die Beamten aus dem Harz von ihren Kollegen aus Magdeburg unterstützt wurden. Zudem sorgten die Polizisten dafür, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeiten reduzierten.
Zahlreiche Personen entfernten sich mit ihren Fahrzeugen in Richtung Blankenburg. Dort versammelten sich im Bereich des Nordharzcenters noch etwa 160 Fahrzeuge und 300 Personen. Hier wurden jedoch keine Störungen festgestellt. Für die Polizeibeamten war der Einsatz gegen 23.30 Uhr beendet.