Leader-Projekt des Verschönerungsvereins wird jetzt umgesetzt/Zum Bauernmarkt fertig Ein Aussichtsturm macht\'s möglich: Weiter Rundblick vom Klietznicker Weinberg
Klietznick l Wenn dieses Jahr wieder Tausende Besucher zum "Bauernmarkt zur Rosenblüte" nach Klietznick kommen werden, dann wird sich für sie mehr denn je ein Ausflug zum Weinberg lohnen. Denn bis dahin wird der Aussichtsturm dort stehen, der einen weiten Blick in die Elbauenlandschaft ermöglicht.
Dass es mit dem Termin klappen wird, davon ist Harald Bothe, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Klietznick, überzeugt. Denn die öffentliche Ausschreibung werde umgehend erfolgen, kündigte er an. Einen dicken Ordner mit Statik und Baugenehmigung zeigt er und kann auch verkünden, dass die Finanzierung auf sicheren Füßen steht.
Bereits im Jahr 2012 stand das Vorhaben auf der Prioritätenliste der lokalen Aktionsgruppe von Leader. Die Fördermittel in Höhe von 70 000 Euro sind bewilligt, das seien 75 Prozent der Netto-Bausumme, erläutert Bothe. "Der Verein muss noch gut 30 000 Euro Eigenmittel aufbringen. 10 000 Euro haben wir schon bezahlt. Über 20 000 Euro erhalten wir ein Darlehen von der Sparkasse, das über drei Jahre läuft."
Ein weiteres, aber ganz kurzfristiges Darlehen bekommt der Verein, um die 70 000 Euro vorzufinanzieren. "Um die Fördermittel abrufen zu können, müssen wir die bezahlten Rechnungen einreichen", begründet Harald Bothe.
Ausgeschrieben werde das Vorhaben in zwei Losen: Fundament und Bauwerk. Denn der Turm soll komplett in Holzbauweise errichtet werden - eine Balkenkonstruktion mit innenliegender Treppe und einer Aussichtsplattform.
Der Turm wird 15 Meter hoch sein, so dass die Besucher gut über die Baumkronen hinweg in alle Richtungen schauen können. "Wir hatten ursprünglich geschätzt, dass wir zehn Meter hoch bauen müssen", sagt Bothe. Dass der Turm doch deutlich höher werden muss, hatte er nicht gedacht. "Als unsere Kirche voriges Jahr zur Schädlingsbekämpfung eingepackt wurde, hatten wir die Hebebühne mal ausgeborgt und auf den Weinberg gezogen, um die Höhe genau zu ermitteln." Den herrlichen Ausblick von hier oben konnten einige wenige also schon mal genießen.
Ein bisschen Eintritt werden Besucher künftig entrichten müssen, wenn sie auf den Aussichtsturm wollen. Denn das Geld wird benötigt, um den Turm zu unterhalten. Regelmäßige Konservierungsarbeiten und gelegentlich Reparaturen sind unverzichtbar, damit diese neue Attraktion des kleinen Dorfes auch lange erhalten bleibt.