Theater Redekiner feiern beim Dorffest
Mit dem traditionellen Dorffest zeigten die Redekiner, dass sie das Feiern nicht verlernt haben. Zahlreiche Gäste aus der Region verlebten einen schönen Tag mit Fußball, Volksmusik, und Theater.

Redekin - Mit dem ersten Fest in der Region, knapp 24 Monate nach dem letzten „Kulturjahr“, wie viele Leute es ausdrückten, zeigten die Redekiner, dass sie organisieren können. Und dass sie die Feste feiern, wie sie fallen. Alle im Ort machten mit, jeder Verein war Teil des Ganzen: Die Freiwillige Feuerwehr begeistere die Kleinen mit dem zielgenauen Abspritzen von Büchsenpyramiden mit der Handwasserpumpe, zudem waren die Plätze im Feuerwehrauto begehrt.
Mit Sirenengeheul geht es durch den Ort
Mit Sirenengeheul und lautem Brummen fuhr es immer wieder mit seinen kleinen und großen Passagieren durch den Ort.
Franz Bolle wurden schon mal die Arme schwer beim Hochreichen der Behältnisse für das Bierkästenstapeln. „Bögling“ Jeremia versuchte sich darin, genauso wie der kleine Theo und sogar der Sieger von 2019, Dominik Jeltsch, der seinen alten Rekord von 24 Kästen überbieten wollte.
Der Stationsverantwortliche hatte dieses Mal vorgesorgt und deutlich mehr Kästen bereitgestellt, da vor zwei Jahren niemand mit solch „Hochstapelei“ rechnete.
Neue Mitglieder lernen das Bogenschießen
Neben der sportlichen Eröffnung durch die Fußballer des SV Eiche Redekin 57 präsentierten sich auch die „Böglinge“, die mit ihrer Kunst des Bogenschießens genau ins Schwarze trafen. Die Vorstellung beeindrucke den einen oder anderen Gast, so dass neue Mitglieder gewonnen werden konnten.
Insgesamt gelang es den Organisatoren, mit einem Mix aus Sport, Spiel und Musik die traditionelle Dorffeier zu einem Volksfest par excellence zu gestalten.
Ein Renner waren die Lose, deren Verkäuferinnen die kleinen Röllchen, in denen sich auch so manche Niete befand, charmant an den Besucher zu bringen. So ein Fest steht und fällt mit einem vielseitigen Angebot an Speisen und Getränken. Wenn es eine Olympiade für selbst gebackenen Kuchen gegeben hätte, die Redekiner Frauen würden in der ersten Liga mitspielen. Kaum war der Nachmittag vorbei, schauten später hinzukommende Gäste nur noch auf leere Backbleche, so sehr fanden Streuselkuchen und Bienenstich Anklang.
Selbst gemachte Bouletten aus Neuderben
Wer es deftiger mochte, war beim „Saloon“ aus Neuderben an der richtigen Stelle, der Renner hier die selbst gemachten Bouletten. Mittendrin brachte eine altbekannte Truppe die Besucher in Stimmung und den Park zum Toben: Die „Mitteltannen“ aus Reesdorf. Sie gehören zum Dorffest wie das Redekiner Amateurtheater zur Naturbühne.
Beide Formationen geben der Feier ihre Einmaligkeit und das jeder auf seine Weise. Mit dem zwölf Jahre alten Stück „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ zogen am späten Nachmittag die Darsteller das Publikum in ihren Bann.
Alles scharrte sich um die Bühne, viele Kinder scheuten sich nicht, auf ihr zu sitzen, um so dem Geschehen ganz nah zu sein. Theaterchefin Christine Graf dazu: „Ob groß oder klein, alle sind hungrig nach Geselligkeit und Unterhaltung.“












