Rundes Jubiläum in Groß Santersleben Geflügelzüchter begehen ihren 60. im Hopfenhaus
Das 60-jährige Bestehen ihres Verein feierten am Sonnabend die Groß Santersleber Rassegeflügelzüchter im Hopfenhaus. Vertreter befreundeter Vereine aus dem Dorf und Zuchtfreunde aus der ganzen Region schauten zum Gratulieren am üppigen Geburtstagsbüfett vorbei und stießen mit den Jubilaren an.
Groß Santersleben. Vor 60 Jahren begründeten Urgesteine der Groß Santersleber Rassegeflügelzucht wie Christian Bruhne, Rudolf Perlitz, Albert Rusche, Wilfried Freist und Werner Schorlemmer sen. die Jahrzehnte lange Tradition des Vereins. Wenig später stieß Fritz Kolodzeike, heute mit 88 Jahren das älteste Vereinsmitglied, dazu. Gründungsmitglied Christian Bruhne und Fritz Kolodzeike feierten am Sonnabendvormittag zünftig mit und erinnerten an die von Familien wie den Schorlemmers, Knapes und Bruhnes geprägte Geschichte, die über mehrere Generationen im Verein mitgewirkt haben.
Zu den erfolgreichsten Züchtern von heute zählen unter anderem Manfred Knape, Gunnard Hagedorn, Heiko Eiserbeck, Christian Bruhne, Gerd Diesing und Ronny Schorlemmer. Besonders seltene im Verein gezüchtete Rassen sind die Seidenhühner (mit) Bart und die Malteser Tauben von Ronny Schorlemmer sowie die japanische Kampfhuhnrasse Ko Shamo von Bärbel Schorlemmer.
Mit den Schorlemmers - Werner sen., Werner jun. und Ronny - als Vorsitzende führte eine Familie ununterbrochen die Geschicke des Vereins. "Ohne das Mitwirken der vielen anderen Mitglieder und ohne die verlässliche Hilfe unserer Sponsoren wäre unser Erfolg in diesen 60 Jahren aber nicht möglich gewesen", betonte Ronny Schorlemmer am Sonnabend und dankte dafür allen Anwesenden.
Dazu zählten neben den Vereinsmitgliedern und Zuchtfreunden der Gastvereine auch der Kreisvorsitzende der Rassgeflügelzüchter Jürgen Zimmermann, Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel und Wehrleiter Volker Kramer.
Die höchsten Auszeichnungen des Vereins bekamen in den 90er Jahren Werner "Charlie" Schorlemmer jun. und 2009 Gunnard Hagedorn mit der Bundesmedaille in Gold, der höchsten deutschen Auszeichnung für Rassegeflügelzüchter überhaupt.
Einmal im Monat trifft sich der Verein zu gemeinsamen Beratungen und fachsimpelt im Hopfenhaus über artgerechte Haltung, neue rechtliche Änderungen oder über den Schutz vor Tierkrankheiten. Auch Referenten werden dazu eingeladen.
"Ich denke, ich spreche für alle unsere Mitglieder, wenn ich sage, dass uns allen der Zusammenhalt, das Weitergeben des Wissens über die Rassegeflügelzucht von Generation zu Generation besonderen Spaß macht. Außerdem fahren wir gemeinsam zu regionalen und nationalen Rassegeflügelschauen. Das schweißt uns zusammen, macht Spaß und ist interessant. Und so soll es auch in den nächsten Jahren bleiben. Nur mit dem Nachwuchs sieht es momentan nicht so aus, wie wir uns das wünschen. Das muss noch besser werden", unterstrich Ronny Schorlemmer.