Sommerferien neigen sich dem Ende zu, in Einrichtungen wird neues Unterrichtsjahr vorbereitet Schulstart voraus: Tüfteln am Stundenplan
In wenigen Tagen startet das neue Schuljahr. Zu den Vorbereitungen darauf gehört, dass die Stundenpläne erstellt werden. Keine leichte Aufgabe.
Halberstadt l 15 Uhr ist Schluss, am Freitag schon um 13.15 Uhr. Seit 20 Jahren gilt dieses Prinzip am Käthe-Kollwitz-Gymnasium. "Schließlich müssen gut ein Drittel unserer Schüler noch weite Strecken in ihre Heimatorte zurücklegen, da wollen wir die Belastung nicht unnötig erhöhen", sagt Hermann Weinert. Seit 21 Jahren unterrichtet er an dem Gymnasium, seit 21 Jahren ist er mit dabei, wenn die neuen Stundenpläne erarbeitet werden.
Gemeinsam mit der Oberstufenkoordinatorin Marion Juchler und dem schulfachlichen Koordinator Henning Mangold sitzt der stellvertretende Schulleiter vor dem Computer und tüftelt. Immerhin gilt es, für 630 Schüler und 62 Lehrer die Stundentafel zu erstellen. Das Kultusministerium gibt vor, wieviel Stunden je Fach und Klassenstufe zu geben sind. "In den Klassen fünf bis neun können wir das klassenweise organisieren, für die Oberstufe ab Klasse 10 bekommt jeder Schüler einen individuellen Stundenplan", sagt Weinert. In der Oberstufe wählen die Schüler zwischen verschiedenen Fächern. "Die Kursblockung hatte ich schon fertig, als wir uns am Montag zum Stundenplanbauen trafen", berichtete Marion Juchler. Kursblockung bedeutet, dass sie die Wahlfächer so zusammenstellen muss, dass jeder Schüler auch wirklich wählen kann. "Das ist nicht ganz einfach, zumal wir in einigen Fächern auf abgeordnete Kollegen angewiesen sind." Vor allem der Fremdsprachenbereich ist betroffen. Und da müssen eben nicht nur die Schüler zwischen den Sprachen wählen können, sondern ebenso die Kollegen entsprechend im Haus sein. "Abgeordnete Kollegen kommen unter anderem vom Martineum und aus Aschersleben", ergänzt Weinert, "da muss man auch an Fahrzeiten denken." Froh ist der Pädagoge, dass im September ein junger neuer Kollege fest ins Team kommt, der Mathe und Sport unterrichten wird.
Weiter geht\'s beim Planbasteln. Neben 34 bis 38 Wochenstunden pro Schüler müssen 41 Arbeitsgemeinschaften ins Raster passen. Wobei für die meisten auch die 15-Uhr-Grenze gilt. Nur Theater, Singekreis und Tanzen beginnt später.