Grundschüler aus dem Kreis treten zum Wettbewerb in Osterburg an Leon aus Lüderitz fährt mit Lesekrone zum Landesfinale
Mädchen und Jungen aus verschiedenen Grundschulen des Kreises wetteiferten gestern in der Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek um die Lesekrone. Die setzte sich am Ende Leon Spring auf. Der Viertklässler aus der Lüderitzer Grundschule ist damit für das Landesfinale des Vorlese-Wettbewerbes in Magdeburg qualifiziert.
Osterburg. Im vergangenen Unterrichtsjahr hatten sie sich als Drittklässler bei Leselöwe- oder Lesekönig-Wettbewerben an ihren Schulen hervorragend geschlagen. Gestern gaben Friedemann Otto, Leon Spring (beide Grundschule Lüderitz), Judith Möhring (Grundschule Hohenberg-Krusemark), Niels Baumbach (Grundschule Iden), Elias Knöller, Vanessa Krüger (beide Grundschule Flessau), Lena Falk (Grundschule Grieben) und Max Herrmann (Grundschule Tangerhütte) in der Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek ihr Bestes, um sich die Lesekrone aufzusetzen. Leon Spring gewann den Wettbewerb auf Kreisebene. Der Lüderitzer Grundschüler ist damit für das Landesfinale des vom Friedrich-Bödecker-Kreis veranstalteten Vorlesewettbewerbs qualifiziert, das im Herbst in der Landeshauptstadt Magdeburg ausgetragen wird.
Die Osterburger Bibliotheksmitarbeiterinnen Marion Patitz und Danuta Ahrends, die gestern die Wettbewerbs-Jury bildeten, hatten bei ihrer Entscheidung für einen Sieger kein leichtes Spiel. "Denn alle Schülerinnen und Schüler haben uns mit ihren Vorleseleistungen beeindruckt. Es waren nur Nuancen, die am Ende den Ausschlag dafür gaben, dass wir Leon die Lesekrone zuerkannt haben. Es war schön mitzerleben, wie lebendig er die Texte vorgelesen hat", sagte Marion Patitz.
Das Können der Mädchen und Jungen hatten die beiden Juroren zuvor ausgiebig auf den Prüfstand gestellt. So durften die Viertklässler eine Passage aus einem eigenen Buch vorlesen. Anschließend trugen sie eine Passage aus einem Text vor, mit dem sie zuvor durch die Bibliotheksmitarbeiterinnen vertraut gemacht worden waren. Und schließlich galt es für die Kinder, auch noch einen Abschnitt aus einem Text vorzulesen, der für sie völlig unbekannt war. "Ganz stark, wie sämtliche Kinder diese Aufgabe gemeistert haben", sagte Danuta Ahrends. "Dabei hat es sich sogar um einen ziemlich anspruchsvollen Text gehandelt, der sich mit dem Leben im Mittelalter beschäftigt und der für Kinder von der vierten bis zur siebenten Klasse empfohlen wird", fügte Marion Patitz hinzu.
Lohn für diese tollen Leistungen: Kein Kind fuhr gestern mit leeren Händen nach Hause. Sie erhielten Urkunden und durften sich als Dankeschön der Veranstalter aus einem breiten Angebot ein Buch ihrer Wahl aussuchen.