Arbeitgeber und Gewerkschaft Einigung im Tarifkonflikt im Busverkehr
In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Regional- und Reisebusbranche hatte die Gewerkschaft Verdi auch zu Warnstreiks aufgerufen. Jetzt liegt ein Teilergebnis vor.

Erfurt - Beschäftigte von Bus- und Taxiunternehmen im regionalen Nahverkehr Thüringens erhalten mehr Geld. Bis zum Jahr 2027 sollen die Stundenlöhne um rund 15 Prozent angehoben werden, teilte der Arbeitgeberverband Mitteldeutscher Omnibusunternehmen (MDO) nach einer Einigung mit der Gewerkschaft Verdi mit.
Schrittweise soll in diesem Zeitraum auch die Arbeitszeit auf 38 Stunden pro Woche verkürzt werden. Die Beschäftigten können allerdings selbst entscheiden, ob sie weiterhin wie bisher 40 Stunden arbeiten möchten. Zudem soll die Vergütung der Auszubildenden in drei Stufen verbessert werden.
Nach Angaben von Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt entspricht die prozentuale Erhöhung 2,86 Euro pro Stunde. Dies liege nahe am von Verdi geforderten Betrag von 3 Euro, sagte Schmidt der dpa.
Die MDO-Verhandlungsführerin Jana Glaser zeigte sich mit dem Tarifergebnis zufrieden. Damit hätten die 40 Unternehmen, für die die Einigung gilt, Planungssicherheit für die nächsten drei Jahre.
Mit der Möglichkeit für die Beschäftigten, weiterhin 40 Stunden arbeiten zu können, sei dem „deutlichen Wunsch von großen Teilen der Arbeitnehmerschaft“ und einiger mit Fachkräftemangel kämpfender Unternehmen entsprochen worden. Der Verband vertritt Reisebusunternehmen, kommunale Nahverkehrsbetriebe und Taxibetriebe.
Die seit Dezember laufenden Tarifverhandlungen waren von Warnstreiks begleitet. Nicht zu Ende verhandelt sind laut Verdi unter anderem Regelungen im Manteltarifvertrag zu Zuschlägen und Wochenenddiensten sowie Pausenregelungen. Dazu werde weiterverhandelt.